Zurück
Denn gut zwei Jahre später könnte Kresse beim FC Bayern München eine echte Schlüsselposition übernehmen! Der 34-Jährige soll nach Informationen von Sky vorerst die Leitung der gesamten Scouting-Abteilung des Rekordmeisters übernehmen. Für den einst auf Schalke aussortierten Talentsucher wäre das der nächste bemerkenswerte Karriereschritt.
📌 Das ist Christioph Kresse
Dabei hatte Schalke einst große Hoffnungen in Kresse gesetzt. Im Herbst 2023 holte ihn der damalige Sportdirektor André Hechelmann aus Wolfsburg nach Gelsenkirchen. Bei seiner Vorstellung schwärmte Hechelmann von einem „absoluten Fachmann“, der mit seinem Netzwerk und seiner Expertise überzeugt habe.
Lange durfte Kresse diese Qualitäten auf Schalke allerdings nicht einbringen. Als Ben Manga im Mai 2024 die Verantwortung für Kaderplanung, Scouting und Knappenschmiede übernahm, begann ein umfassender Umbau. Der neue starke Mann wollte vor allem mit eigenen Vertrauten arbeiten.
Für Kresse bedeutete das das Aus. Während Manga unter anderem Raffael Tonello und weitere Mitarbeiter aus seinem Netzwerk installierte, musste der erst wenige Monate zuvor verpflichtete Chefscout wieder gehen.
Auch Manga selbst ist längst Schalker Vergangenheit. Im September 2025 stellte Sportvorstand Frank Baumann den einst gefeierten Talente-Entdecker frei. Im Mai 2026 wurde sein Vertrag endgültig aufgelöst.
Kresse hingegen fand beim deutschen Rekordmeister eine neue Heimat. Im Dezember 2024 heuerte er zunächst als Scout in München an. Unter Scouting-Leiter Nils Schmadtke stieg er zum Chefscout auf und erarbeitete sich nach Sky-Informationen intern einen hervorragenden Ruf.
Nun steht der nächste Karriereschritt bevor. Bayern bestätigte am Montag (2. November) die Trennung von Schmadtke zum 31. Januar 2027. Nach Sky-Informationen ist der 37-Jährige bereits von seinen Aufgaben entbunden. Kresse soll die Abteilung deshalb vorerst übernehmen.
Ob daraus eine dauerhafte Beförderung wird, ist allerdings offen. Die Münchner prüfen weiterhin externe Optionen, darunter Christopher Vivell von Manchester United. Kresse darf sich nun aber auf einer noch höheren Führungsebene beweisen.
Die Geschichte dürfte manchen Schalker an André Hechelmann erinnern. Ausgerechnet der Mann, der Kresse einst nach Gelsenkirchen holte, musste den Verein im März 2024 ebenfalls verlassen.
Für Hechelmann ging die Karriere danach ebenfalls weiter nach oben. Auch er wechselte im Dezember 2024 zum FC Bayern und arbeitete dort als Chefscout. Seit März 2026 ist er Direktor für Scouting und Recruitment bei Borussia Mönchengladbach. Sein Vorgesetzter dort: mit Rouven Schröder ein weiterer früherer Schalker Sportchef.