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Im Glückauf Club der Veltins-Arena wurde am Montagabend über ein Prestigeprojekt des FC Schalke 04 gesprochen: die Fördergenossenschaft. Bei der 2. Generalversammlung der „Auf Schalke eG“ präsentierten Vorstand und Aufsichtsrat der Geno neben aktuellen Zahlen auch grobe Zukunftsideen – einige davon drehten sich rund um die Multifunktionsarena der Gelsenkirchener.
Von Umbauarbeiten und Modernisierungen auf dem Vereinsgelände könnte auch die Arena mittelfristig profitieren. „Mit der Genossenschaft wollen wir mit voller Energie das Thema Schalke-Erlebnis unterstützen“, erklärt Christina Rühl-Hamers, die sowohl im Vorstand von Schalke 04 als auch im Vorstand der Fördergenossenschaft sitzt. Ziel der Schalker ist es, „sichtbare Orte und Angebote zu schaffen, die unabhängig vom Spieltag funktionieren“. Die Genossenschaft könne das möglich machen. Die sogenannten „Schalke-Terrassen“, also ein Gastronomiebetrieb mit Biergarten und Fanshop direkt neben der Arena, sollen nur der erste Schritt sein.
Rühl-Hamers sagt: „Wir wollen das Berger Feld zu einem Quartier entwickeln, von dem Leute die ganze Woche angezogen und begeistert werden.“ Um die Schalke-Terrassen könnten weitere Dinge entstehen, die Fans und Mitglieder auf das Vereinsgelände locken sollen. Als mögliche Ideen nennt sie Bolzplätze oder Padel-Tennis-Plätze. „Wir wollen das Vereinsgelände beleben“, so die 50-Jährige.
Eine „Herzensangelegenheit“ ist für Rühl-Hamers allerdings die Weiterentwicklung der Veltins-Arena. „Auch nach 25 Jahren ist sie noch hochmodern und wir haben sehr viele Ideen sie weiterzuentwickeln und zu digitalisieren“, sagt die Doppel-Vorständin.
Teil der Entwicklung könnte tatsächlich auch eine Erweiterung der Zuschauerkapazität sein, schließlich ist die Nachfrage nach Eintrittskarten seit Jahren deutlich höher als das Angebot – trotz einer Kapazität von 62.271 Plätzen. „Wir im Verein prüfen viele Optionen und schauen genau hin, was möglich ist“, macht Rühl-Hamers den Fördergenossen Hoffnung. Wichtig ist der Finanzexpertin aber: „Wir können und wollen nichts versprechen. Bei solchen Themen ist eine sorgsame Prüfung notwendig.“ Erst dann können Projekte umgesetzt werden.
Durch welche konkreten Baumaßnahmen die Zuschauerkapazität erhöht werden könnte, verrät Rühl-Hamers bei der Veranstaltung nicht. Auf Nachfrage eines Fördergenossen deutet sie jedoch an, dass ein zweiter Oberrang und somit ein XXL-Umbau des Stadions aktuell utopisch sind. „Mit Stadionausbau meine ich nicht, was du vor Augen hast“, sagt sie in Richtung des Fragestellers. „Da geht es um kleinere Möglichkeiten, die man mit den bestehenden Rahmenbedingungen umsetzen könnte.“ Sie sollen einfacher und kostengünstiger sein als beispielsweise ein komplett neuer Stadionrang.
Doch auch für diese verhältnismäßig kleineren Baumaßnahmen braucht es Geld, das etwa durch die Fördergenossenschaft eingesammelt werden könnte. Durch den Kauf von Stadionanteilen im Wert von 7,5 Millionen Euro hat die Auf Schalke eG dem Verein Anfang dieses Jahres erstmals geholfen. Finanziert wurden davon unter anderem Spielertransfers im Januar-Transferfenster. Weitere Gelder könnten dann in den Arena-Ausbau fließen – so der Traum der Schalker.