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Der FC Bayern hat sich nicht anmerken lassen, in welch schwieriger Personalsituation er aktuell steckt. 80 Minuten dominierte der amtierende Meister beim SC Freiburg. Am Ende wurde es nochmal brenzlig. Letztlich hieß es 3:1 (2:0) für die Münchner.
Upamecano (16.) schoss die Bayern mit 1:0 in Führung, Gnabry (43.) erhöhte vor der Pause auf 2:0. Ein Eigentor von Bischof (82.) brachte die Freiburger auf 2:1 wieder heran. Olise (90.+5) sorgte für den 3:1-Endstand. Mit dem Sieg erobern die Münchner die Tabellenführung zurück, Freiburg liegt vier Punkte dahinter auf Rang drei.
Nachdem Bayern-Coach Vincent Kompany am vergangenen Freitag zusammengebrochen war und bis auf weiteres unter ärztlicher Aufsicht verbleibt, musste Co-Trainer Aaron Danks an der Seitenlinie übernehmen - und puzzeln. Denn die Münchner Personalsorgen gehen aktuell über die Cheftrainer-Position hinaus.
Verletzungsbedingt fehlten Aleksandar Pavlovic, Jamal Musiala, Luis Diaz, Manuel Neuer und Kim Min-jae gegen den SC Freiburg. Und auch Kapitän Joshua Kimmich setzte nach einem Trauerfall in der Familie weiterhin aus. Angesichts der Ausfälle setzte Danks für die Startelf auf Jonas Urbig, Nathaniel Brown, Jonathan Tah und Lennart Karl. Zurück nach der Sperre war Michael Olise.
Der Plan ging erstmal auf: Die Bayern übernahmen von Anfang an die Kontrolle, behielten den Ball größtenteils in den eigenen Reihen - auch wenn sich daraus zunächst keine Chancen ergaben.
Bis zur 16. Minute: Dayot Upamecano blockte vorm FCB-Tor einen Schuss von Niklas Beste und machte sich direkt auf den Weg. Über Laimer und Olise kam der Ball zurück zu Upamecano, der schließlich alleine vor Mio Backhaus zum Schuss kam. Keine Chance für den Freiburger Schlussmann und damit die 1:0-Führung für die Gäste.
Die Chance auf den Ausgleich verpasste Freiburg wenige Minuten später. Eine Flanke von Jordy Makengo landete mittig im Strafraum bei Lucas Höler, der abzog. Doch Tah warf sich noch dazwischen. Der SCF machte kein schlechtes Spiel, doch die Bayern waren aktiver und druckvoller, erarbeiteten sich immer wieder gefährliche Situationen vorm Tor der Hausherren. Eine davon in der 34. Minute: Ein Pass von Karl erreichte Brown, doch Backhaus machte sich lang und kratzte die Kugel aus der linken Ecke.
Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis Bayern seine Führung ausbaute: Serge Gnabry leitete den Angriff im Halbfeld mit einem Pass auf Brown ein, bekam im Sechszehner den Ball zurück in den Lauf und legte den Ball lang am Freiburg-Keeper vorbei. Es ist das 100. Bundesligator für den deutschen Nationalspieler. Mit der 2:0-Führung für die Gäste ging es in die Kabine.
Im zweiten Durchgang knüpften die Münchner an den ersten an und kreierte mehrere Chancen vorm Freiburger Tor. Ein Kopfball von Harry Kane ging übers Tor, einen Schuss von Saibari parierte Backhaus. Von der schwierigen Phase, in der sich das Team aktuell befindet, ließ es sich auf dem Spielfeld nichts anmerken.
In der Zwischenzeit schien bei die Freiburgern der Glaube zu schwinden, das Spiel noch drehen zu können. Sie agierten passiver, hatten wenig Zugriff auf die Partie. Backhaus war es, der die Hausherren mit einer Doppelparade im Spiel hielt: Erst parierte der Keeper einen zentralen Schuss von Harry Kane, dann lenkte er auch den Nachschuss von Ismael Saibari ab.
Umso überraschender der Anschlusstreffer der Freiburger in der 82. Minute. Makengos passte in Richtung Suzuki auf Höhe des ersten Pfostens. Tom Bischof versuchte zu klären und lenkte den Ball ins eigene Tor. Es war wieder Feuer drin in in der Partie, Freiburg wiederbelebt.
Urbig musste gleich mehrere Male den Freiburger Ausgleich verhindern. Erst parierter er den Kopfball von Matanovic (87.), dann einen weiteren von Ginter (90.). Doch Michael Olise beendete in der Nacshspielzeit die Freiburger Hoffnungen: Am Mittelkreis landete der Ball vor den Füßen des Franzosen, der aus der Distanz ins leere Freiburger Tor zum 3:1-Endstand traf. Trotz wilder Schlussphase ein hochverdienter Sieg der Bayern.
Freiburg ist am Samstagnachmittag beim FC Augsburg zu Gast (15.30 Uhr). Die Bayern empfangen am Samstagabend Borussia Dortmund (18.30 Uhr).