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Umstellung mit Ansage: Nach dem Remis in München erzählt Nico Schlotterbeck, wie der BVB-Trainer seine Abwehrchefs ins Boot holte.
München/Dortmund – Es war ein Topspiel, wie es im Buche steht: Borussia Dortmund hat am Samstagabend (31. Oktober) beim FC Bayern ein 2:2 geholt, und zwar überraschend mit einer Viererkette – Daniel Svensson rückte in die Abwehr. Nach dem Abpfiff verriet Nico Schlotterbeck, dass BVB-Trainer Niko Kovac die Umstellung vorab mit ihm und Waldemar Anton besprochen hatte.
Schlotterbeck wurde nach dem Spiel auf die neue Grundordnung angesprochen und erzählte offen aus dem Innenleben der Mannschaft. Kovac holte sich die Meinung seiner beiden Abwehrchefs ein, bevor er das System änderte: „Der Trainer hat mit mir und Waldi gesprochen, wie wir es finden würden“, sagte der 26‑Jährige.
Das Abschlusstraining habe der BVB dann mit der Viererkette absolviert. Den Rest erledigte das Team selbst. „Die Mannschaft hat sich committed […] und das ist das Wichtigste“, erklärte Schlotterbeck.
Viel Aufhebens um die taktische Umstellung wollte Schlotterbeck nicht machen. „Grundsätzlich geht’s nie um Formation. Es geht immer um Intensität, es geht um Spielfreude, es geht um Lust haben, Duelle zu gewinnen“, sagte er. Für den Abwehrchef ist die Kette offenbar eher Werkzeug als Wundermittel.
Ein Sonderlob hatte Schlotterbeck für Joane Gadou parat. Der verteidigte rechts in der Viererkette und bekam es dort mit Bayerns Linksverteidiger Alphonso Davies zu tun. „Joane Gadou hat das fürs erste Mal unfassbar gut gemacht gegen einen sehr, sehr guten Alphonso“, sagte Schlotterbeck. In der 87. Minute machte Gadou Platz für Julian Ryerson.
Das Spiel selbst hatte alles, was ein Klassiker braucht. Konrad Laimer (38.) und Dayot Upamecano (66.) brachten die Bayern zweimal in Führung. Serhou Guirassy (60.) und Fábio Silva (89.) glichen jeweils aus. Harry Kane vergab zudem einen Handelfmeter (56.), und die Münchner trafen dreimal Aluminium. Ein Treffer von Jobe Bellingham zählte nach VAR-Eingriff nicht.
Nach dem achten Spieltag bleibt es an der Spitze eng. Die Bayern führen die Tabelle mit 18 Punkten an, der BVB hat genauso viele Punkte und liegt nur wegen der schlechteren Tordifferenz dahinter.