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Bitterer Derbyabend für den TSV: Die Tabellenführung ist schon wieder futsch: Jetzendorf muss Dachau gratulieren
Bereitete mit einem starken Lauf die Jetzendorfer Großchance in der Anfangsphase vor: Benedikt Wiegert konnte die Pleite gegen Dachau am Ende aber auch nicht abwenden. - Foto: Frank Stolle

Die Vorfreude auf das erste Spiel als Tabellenführer der Landesliga Südwest war groß, doch nach dem Derby gegen den TSV Dachau 1865 herrschte Ernüchterung: Zum Auftakt des 16. Spieltags unterlagen die Jetzendorfer am Freitagabend daheim vor einer Traumkulisse von 450 Zuschauern mit 0:3 (0:2).

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Damit entführte Dachau zum zweiten mal in Folge alle drei Punkte aus Jetzendorf, das nach vier Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen musste. „Es war ein interessantes, extrem intensives und temporeiches Landesligaspiel. Für die Zuschauer war es sicher schön anzusehen“, berichtete Jetzendorfs Trainer Markus Pöllner. Sein Team hatte nach wenigen Minuten die große Chance zur Führung. Benedikt Wiegert ging mit Tempo in die Tiefe und bediente Leon Heinzlmair, der aber sieben Meter vor dem Tor den Ball nicht richtig traf.

Barin schlägt zweimal zu

Doch in der siebten Minute nahm das Unheil seinen Lauf. Nach einem Abstimmungsfehler in der Defensive der Gastgeber bekam Dachau einen Elfmeter zugesprochen, den Berkant Barin zur Führung verwandelte. Acht Minuten später war nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung erneut Barin zur Stelle.

Ein 0:2 zur Halbzeit ist für Jetzendorf natürlich nicht neu, denn bereits im letzten Heimspiel gegen Türksport Augsburg konnte die Pöllner-Elf diesen Pausenstand sogar noch in ein 9:2 drehen. Der Coach warnte seine Mannschaft aber schon damals trotz des hohen Sieges. „Immer werden wir das nicht drehen“, sagte er und sollte schon zwei Wochen später Recht behalten. „Mit den zwei Treffern war das Spiel fast schon durch. Gegen ein Team mit der Qualität und Erfahrung von Dachau ist es fast unmöglich, nochmal in so eine Partie zurück zu kommen. Ich muss aber meinen Jungs echt ein Kompliment aussprechen, denn sie haben bis zum Ende alles versucht“, erklärte er.

Dachau rettet auf der Linie

Vielleicht wäre für die Hausherren noch etwas drin gewesen, wenn nach einer Stunde bei einer Doppelchance der Anschlusstreffer geglückt wäre, doch die Gäste retteten gleich zweimal auf der Linie. „Wenn wir da das 1:2 machen, wird es nochmal interessant“, kommentierte Pöllner die Szene.

In der 89. Minute setzte Leon Pfeifer mit dem 0:3 den Schlusspunkt, nachdem Barin kurz zuvor noch am glänzend reagierenden Daniel Witetschek im Jetzendorfer Tor gescheitert war. „Wir müssen heute anerkennen, dass Dachau präsenter war und sich den Sieg verdient hat“, räumte Pöllner abschließend ein. Aufgrund des direkten Vergleichs verdrängten die Gäste Jetzendorf auch von der Tabellenspitze.

TSV Jetzendorf: Witetschek, Wiegert, Donnert (46. Stöckl), Heinzlmair, Endres (46. Raabe), Nefzger, Broncel (68. Heckmeier), Rist (88. Kobold), Nuhanovic, Willibald (90. Magiera), Greifenegger.Tore: 0:1, 0:2 Barin, (8./Foulelfmeter, 16.), 0:3 Pfeifer (89.). – Schiedsrichter: Hafeneder (Holzkirchen). – Zuschauer: 450.

PK

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