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Gladbach-Einzelkritik: Zwei Fünfen und ein Lichtblick bei Borussia-Pleite

Gladbach-EinzelkritikZwei Fünfen und ein Lichtblick bei Borussia-Pleite

Gladbachs Zento Uno im Zweikampf mit TSG-Verteidiger Mats Rots.
Copyright: IMAGO/HMB-Media Gladbachs Zento Uno im Zweikampf mit TSG-Verteidiger Mats Rots.

Die Krise wird immer bitterer: Borussia Mönchengladbach hat auch im sechsten Anlauf der laufenden Bundesliga-Saison keinen Punkt erspielen können. Gegen die TSG Hoffenheim unterlag das Team von Aleksander Blessin am Sonntag (18. Oktober) mit 1:2 und bleibt damit Schlusslicht der Liga.

Zur Pause war die Fohlen-Elf beim Stand von 0:1 (Coné, 11. Minute) und nach einem mageren Auftritt mit Pfiffen in die Kabine begleitet worden. Nach der Pause kam Gladbach beherzt aufs Feld und belohnte sich durch einen tollen Mohya-Treffer (50.) mit dem Ausgleich. Doch Hoffenheim präsentierte sich zu stark an diesem Abend. Zum Endstand antwortete Aleksander Prass schon in der 54. Minute.

Borussia Mönchengladbach gegen Hoffenheim: Fohlen in der Einzelkritik

Moritz Nicolas: Beim 0:1 machtlos gegen den Flachschuss von Conté. Glück, dass Asllanis Freistoß an die Latte klatschte. In der Folge auch bei komplizierteren Schüssen ein souveräner Rückhalt. Keine Chance auch, das Prass-Tor zum 1:2 zu verhindern. Note 3,5

Kevin Diks: Bekam nach wenigen Sekunden übel den Ellenbogen von Machida zu spüren. Spielte mit Pflaster weiter. Konnte den letzten Pass vor dem 0:1 nicht verhindern. Kurz vor der Pause auch von Lemperle düpiert. Dennoch bester Abwehrspieler der Fohlen. Sicher im Spielaufbau und ein starker Distanzschuss nach 24 Minuten. Von Baumann in der 53. Minute grenzwertig abgeräumt, als er zum Kopfball ging. Note 3

Philipp Sander: Konnte seine halbrechte Seite nicht immer dicht halten. Hatte bei Hoffenheims Toren jeweils seine Aktien drin. Toller Strahl vor der Pause, der knapp übers Tor ging. Später ins defensive Mittelfeld geschoben, wo er sich in zu viele Zweikämpfe verstrickt sah. Note 4

Fabio Chiarodia (bis 78.): Im Spielaufbau nicht immer sicher, leistete sich als junger Verteidiger gegen dominante Hoffenheimer aber auch keine großen Patzer. Bei den Gegentoren machtlos. Note 4

Joe Scally: Haute sich rein, doch auch er kam während der Entstehung des 0:1 einen Schritt zu spät. Im Spiel nach vorn technisch mehrfach unsauber und nach einer guten Stunde von Hlozek abgekocht, was fast das 1:3 bedeutet hätte. Note 5

Zento Uno (bis 79.): Schwindelig gespielt beim ersten Gegentor. Mit ganz viel Glück, als er ein Nicolas-Zuspiel am Strafraum vertendelte. Blieb in der Zentrale gegen den Ball oft ohne Zugriff. Im Spiel nach vorn nur einmal ein Faktor, als er Lidberg bediente. Unglücklicher Auftritt. Note 5

Florian Neuhaus (bis 60.): Nach zehn Minuten mit gutem Auge für Lidberg. Bemüht, um Ordnung in Gladbachs Zentrale. Am Ball wohl der souveränste Gladbacher derzeit. Setzte Mohya vor dem 1:1 in Szene. Note 3,5

Lukas Ullrich: Engagiert im Gladbacher Abwehrverbund. Für die Wege nach vorn stets mit bestechender Kraft. Pech, dass sein Schuss nach knapp zehn Minuten geblockt wurde. Konnte beim 1:2 nur noch hinterherschauen. Note 4

Hugo Bolin: Mit seinen fleißigen Läufen konnte er im offensiven Mittelfeld den Fohlen-Angriff anfangs nicht ankurbeln. Fraglich auch die Eckbälle des Schweden, die mehrfach unerreichbar hereinflogen. In Halbzeit zwei dann besser in der Partie, doch es blieb ein glückloser Abend. Note 4,5

Wael Mohya: Von Beginn an emsig unterwegs und ein Lichtblick seiner Mannschaft. Im ersten Durchgang manchmal nicht mutig genug, das Dribbling doch zu wagen. Bewahrte sein Team vor dem 0:2 mit einem Befreiungsschlag im eigenen Strafraum und traf herrlich zum 1:1 nach 50 Minuten. Note 2,5

Isac Lidberg (bis 51.): Rieb sich im Hoffenheimer Abwehrverbund auf, ohne sich entscheidend durchsetzen zu können. Zu harmlos, wenn er im Strafraum an den Ball kam. Guter Direktschuss kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs, der knapp über das TSG-Tor geht. Musste aber früh angeschlagen vom Feld. Note 4,5

Shuto Machino (ab 51.): Zog lange Sprints ins Nichts, nur um irgendwie ins Spiel zu finden. Ackerte auch immer wieder nach hinten. Kam aber nie in die Position, vor dem Hoffenheim-Tor gefährlich zu werden. Note 4

Daiki Hashioka: (ab 60.): Rückte rechts in die Abwehr, damit Sander eine Abteilung weiter vorn eingreifen konnte. Lief bemüht die Passwege zu. Mehr aber auch nicht. Note 4

Mathieu Nguefack (ab 78.): Sofort im Mittelfeld gefordert, konnte der Partie aber keine Wendung mehr geben.

Iaia Manco Danfa (ab 78.): Debüt für den jungen Fohlen-Stürmer. Sehr umtriebig in seiner Suche nach Zugriff, aber auch übereifrig in den Zweikämpfen.

Robin Hack (ab 78.): Bot sich in der Schlussphase für Tiefenläufe an, die aber nicht funktionieren wollten, weil Hoffenheim sich mehr aufs Verteidigen verlegte.

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