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Nathaniel Brown galt zuletzt als fixer Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft. TV-Experte Dietmar Hamann stellt die neuerliche Berufung des Linksverteidigers durch Bundestrainer Jürgen Klopp aber dennoch in Frage.
"Was mich etwas überrascht hat, ist die Nominierung von Brown", sagte Hamann bei Sky. Und zwar, weil der flexibel einsetzbare 23-Jährige beim FC Bayern "im Moment dritter Linksverteidiger" sei. Hamann befand: "Sie scheinen ihm hinten nicht zu vertrauen."
Tatsächlich bekamen bei den beiden zurückliegenden Partien links hinten andere den Vorzug. Beim 2:2 gegen Borussia Dortmund begann der wiedererstarkte Alphonso Davies, beim 2:0-Sieg bei Atletico Madrid Josip Stanisic. Zur Wahrheit gehört aber auch: Wegen der Verletzungsmisere bewahrte sich Interims-Cheftrainer Aaron Danks den flexibel einsetzbaren Brown auch als offensive Joker-Option in der Hinterhand und wechselte ihn jeweils als Zehner ein, wo er schon zu Saisonbeginn ausgeholfen hatte.
Damals erlaubte sich Klopp wegen Browns Positionierung eine scherzhafte Spitze gegen Bayern-Trainer Vincent Kompany. "Jetzt haben wir mal einen Linksverteidiger und dann spielt er auf der Zehn“, witzelte Klopp im TV-Interview bei Sat1. Hamann findet: "Wenn du ein guter Fußballer bist, dann kann in München jeder auf der Zehn spielen, weil du 80 Prozent Ballbesitz hast."
In den darauffolgenden Wochen wechselte sich Brown beim FC Bayern links hinten vorrangig mit Davies ab. Insgesamt stand er in sechs der bisherigen 14 Pflichtspielen dieser Saison als Linksverteidiger in der Startelf. Davon dreimal in den vergangenen drei Wochen - und zwar gegen RB Leipzig, den SC Freiburg und den 1. FC Magdeburg.
Im DFB-Team hatte sich Brown vor der Weltmeisterschaft als Stammbesetzung links hinten etabliert und war so als einer der wenigen deutschen Lichtblicke aus dem ansonsten so enttäuschenden Turnier hervorgegangen. Anschließend wechselte er für 50 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern.
In der ersten Länderspielphase unter Klopp zeigte Brown zwei eher enttäuschende Auftritte, ehe er die Mannschaft im Zuge des geplanten Kader-Austauschs verlassen musste. Anschließend bekamen die arrivierten Maximilian Mittelstädt und David Raum ihre Chancen, gaben dabei aber keine echten Bewerbungen ab. Mittelstädt ist nun erneut dabei, Raum fehlt jedoch im Aufgebot für die anstehenden Nations-League-Spiele gegen Serbien (13. November) und Holland (16. November).