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Beim Gastspiel der SGE in Paderborn geriet das Ergebnis in den Hintergrund. Leichte Entwarnung gibt es bei dem Fan, der von der Tribüne in die Tiefe gestürzt war. Die Stimmen.
Peppi Schmitt
Paderborn. Doppelpack von Jonny Burkardt, den 2:2-Ausgleich in Paderborn in der Nachspielzeit erzielt – und doch hielt sich die Freude der Frankfurter Eintracht in engen Grenzen. Zum einen war da die eher schwächere Leistung, zum anderen aber auch der schlimme Unfall eines Fans schon vor dem Spiel, der auf der Tribüne vier Meter tief gestürzt war und sich dabei schwere Kopfverletzungen zugezogen hatte. „Wir haben heute wieder gesehen, dass es Wichtigeres gibt als ein Fußballspiel“, sagte Kapitän Robin Koch, „wir wünschen ihm alle gute Besserung.“ In der ARD-Sportschau wurde dann am Abend verkündet, dass der Zustand des Frankfurter Fans „stabil“ sei.
Adi Hütter: „Wir haben nicht so ein gutes Spiel gemacht, Paderborn hat es gut gemacht. Aber wir haben Moral bewiesen und in der Nachspielzeit den Ausgleich gemacht. Es ist ein wichtiger Punkt. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht geschafft, das zweite Tor nachzulegen, haben die Situationen nach vorne nicht gut ausgespielt. In der zweiten Halbzeit war es ein offenes Spiel. Dann kamen der Elfmeter und der Platzverweis. Dass wir noch einen Punkt mitnehmen, zeigt, dass die Mannschaft bis zum Schluss alles gegeben hat. Ich fand es richtig, dass unsere Fans den Support eingestellt haben und möchte auch ein großes Danke an die Fans des SC Paderborn richten, dass sie sofort dabei gewesen sind und in der Halbzeit noch ein Plakat geschrieben haben. Von Klubseite herzlichen Dank, das fand ich ganz groß.“
Ralf Kettemann (Trainer SC Paderborn): „Es ist sehr bitter, wir sind sehr enttäuscht. Wenn man knapp führt, gibt es immer ein, zwei Momente, die man überstehen muss, das haben wir heute nicht geschafft. Das kommt vor. Wir wissen, gegen wen wir gespielt haben und was wir für einen Fight geliefert haben und dass wir 0:1 hinten lagen.“
Robin Koch: „Es war ein sehr schwieriges Spiel für uns. In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Bälle verloren. In der zweiten Halbzeit ist es sehr unglücklich gelaufen. Am Ende haben wir Moral bewiesen und nehmen noch einen Punkt mit. Wir haben alles nach vorne geworfen, auch ich bin nur noch vorne gewesen. Und Atu dann auch noch und macht die Vorlage. Wir wollten zwar drei Punkte mitnehmen, aber es ist wichtig, dass wir nicht verloren haben. Wir haben heute gesehen, es gibt wichtigere Dinge als Fußball. Wir wünschen unserem Fan, das ihm bald wieder besser geht.“
Jonny Burkardt: „Der Doppelpack fühlt sich gut an. Wir haben am Ende einen Punkt gewonnen. Aber in vielen Phasen war es nicht gut genug. Trotzdem hat jeder alles auf dem Platz gelassen, obwohl wir nur zehn Mann waren. Jeder wollte den Ausgleich machen. Beim 2:2 hat Atu das Kopfballduell überragend gewonnen und ich habe überlegt, wie ich den Ball aufs Tor bringe. Ich weiß auch nicht, warum ich die Hacke genommen habe, aber es war richtig. Die beiden Tore waren keine Antwort auf den Bundestrainer. Ich versuche Tore zu schießen und meine Arbeit für die Eintracht gemacht. Für unseren Trainer ist es schwer, wenn er mit Younes und mir zwei Topstürmer hat. Aber es sind schöne Probleme.“