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Rheinland-Pfalz: Was Mainz 05 aus der Pleite gegen Bayern München mitnimmt

Rückschlag für den 1. FSV Mainz 05: Gegen den FC Bayern verlieren die Rheinhessen das nächste Heimspiel. Dennoch gibt es positive Aspekte.

Eine Niederlage als Mutmacher: Der 1. FSV Mainz 05 hat sein Heimspiel am 9. Bundesliga-Spieltag gegen den FC Bayern München mit 1:2 (0:1) verloren - und darf dennoch zufrieden mit der eigenen Leistung sein. Anders als bei den vorausgegangenen Niederlagen gegen Werder Bremen (2:3), im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum (0:2) und bei der 1:4-Klatsche in Elversberg präsentierten sich die Rheinhessen gegen den deutschen Rekordmeister verbessert.

Treffer von Jae-sung Lee wird nach langem Check aberkannt

Dass es dennoch nicht zu Punkten reichte, ist einerseits der individuellen Klasse des FC Bayern geschuldet. Andererseits halfen die Mainzer bei der 1:0-Gästeführung durch Joshua Kimmich (14. Minute) kräftig mit. Dem Treffer ging ein schlampiger Rückpass von Jae-sung Lee auf Danny da Costa voraus, woraufhin dem Defensivspieler der 05er der Ball versprang. Zudem hatten die Rheinhessen Pech, als Lee vor dem vermeintlichen Ausgleichstor haarscharf im Abseits stand (40.). Die Szene konnte erst nach minutenlangem Check durch den VAR aufgelöst werden.

Jae-sung Lee (1. FSV Mainz 05, nicht im Bild) köpft zum vermeintlichen Ausgleich an Torwart Manuel Neuer (Bayern München) vorbei, doch der Treffer wird später zurückgenommen.

Jae-sung Lee (1. FSV Mainz 05, nicht im Bild) köpft zum vermeintlichen Ausgleich an Torwart Manuel Neuer (Bayern München) vorbei, doch der Treffer wird später zurückgenommen.

Mit diesem Dämpfer ging Mainz in die Kabine. Nach der Pause erhöhte in der mit 33.305 Zuschauern ausverkauften Arena Lennart Karl (57.) auf 2:0, ehe Phillip Tietz noch zum 1:2 aus Sicht der Gastgeber einköpfte (90.+3). Am Ende stand die bereits vierte Heimniederlage im fünften Spiel für die 05er.

Bittere Erkenntnis für Mainz 05

Somit bleibt Trainer Urs Fischer und seiner Mannschaft nur die Erkenntnis, eine respektable und formverbesserte Leistung gezeigt zu haben. Gegen die Münchner geht es aber nur ohne Fehler, sowohl offensiv als auch defensiv, und mit dem nötigen Matchglück.

Anthony Caci: "Sonst haben wir keine Chance"

"Wir haben gut gekämpft und standen kompakt, aber die Bayern haben sehr stark gespielt heute", sagte Außenbahnspieler Anthony Caci nach der Partie gegenüber SWR Sport. "Wir müssen in jedem Spiel so kämpfen, sonst haben wir keine Chance. Das ist unsere DNA, in die Zweikämpfe zu kommen."

Phillip Tietz: "Gekämpft, gekämpft, gekämpft"

Ähnlich sah es Stürmer Tietz, dem gegen den FCB sein bereits sechster Saisontreffer gelungen war. "Man hat eine Reaktion gesehen, auch wenn wir natürlich gewinnen wollten. Die Prämisse war aber, nicht so aufzutreten wie zuletzt", analysierte der 29-Jährige. "Die Art und Weise, wie du so ein Spiel verlierst, ist entscheidend. Und heute können wir erhobenen Hauptes hier rausgehen. Wir haben ein Gesicht gezeigt und gekämpft, gekämpft, gekämpft. Wir haben es heute gut gemacht."

Urs Fischer: "So ist das Leben"

Der aberkannte Treffer von Lee sei die Schlüsselszene des Spiels gewesen, sagte Tietz: "Erst gibt er uns das Tor, auf einmal pfeift er es zurück", sagte der Stürmer. Coach Fischer wusste nicht, was er zu der Szene sagen sollte: "Der Schiedsrichter hat das Tor für uns gegeben - und dann war es doch keines. Gibt es dafür treffende Worte? Man muss es akzeptieren - so ist das Leben."

Stürmer Tietz zeigte auch Verständnis für Referee Robert Schröder. "Ein Schiedsrichter muss ständig schwere Entscheidungen treffen", äußerte der 29-Jährige. "Trotzdem wäre es extrem wichtig für uns gewesen, mit einem 1:1 in die Halbzeit zu gehen."

Phillip Tietz: "Wir dürfen geradeaus schauen"

Daraus wurde zwar nichts, trotzdem könne man aus der Niederlage viel mitnehmen, so Tietz weiter. "Wir dürfen geradeaus schauen", gab sich der erfahrene Angreifer kämpferisch. "Wir wissen, was wir falsch gemacht haben in den letzten Wochen und das passiert uns hoffentlich nicht noch einmal."

Ähnlich sah es Caci, der sofort die Direktive für die kommenden Aufgaben ausgab: "Wir müssen den Kopf oben behalten und dranbleiben", blickte der Franzose voraus. Damit die Negativserie nach der Länderspielpause beendet werden kann.

Dann wartet mit dem Gastspiel beim FC Augsburg eine anspruchsvolle Aufgabe auf den 1. FSV Mainz 05 (22.11., 15:30 Uhr). Mit einer Leistung wie gegen die Bayern ist beim FCA aber auf jeden Fall etwas Zählbares drin. "Die Leistung heute muss unser Anspruch sein. Wochenende für Wochenende, Spiel für Spiel. Das haben wir in dieser einen verflixten Woche mit den drei Niederlagen nicht geschafft", sagte Coach Fischer und forderte: "Das muss uns eine Lehre sein für die Zukunft."

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