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Nach dem Zusammenbruch von Vincent Kompany an der Säbener Straße sprechen Sportvorstand Max Eberl und Co-Trainer Aaron Danks über die Diagnose und den Schutz.
München – Der FC Bayern München marschiert trotz der angespannten Personalsituation weiter vorneweg. Der Rekordmeister reiste mit 15 ungeschlagenen Spielen in dieser Saison zum FSV Mainz 05 mit dem Ziel an, die kommende Länderspielpause weiterhin als Spitzenreiter der Bundesliga verfolgen zu können. Neben mehreren Leistungsträgern muss der Rekordmeister weiterhin auf Trainer Vincent Kompany verzichten. Der Belgier wartet weiterhin auf seine Rückkehr an die Seitenlinie.
Sportvorstand Max Eberl stellte von Beginn an unmissverständlich klar, dass die vollständige Genesung des Trainers oberste Priorität genießt. „Wir werden aber nicht von Tagen reden, wir werden von Wochen reden. Das muss uns allen klar sein“, betonte der Bayern-Boss vor dem Spiel gegenüber Sky. Eberl mahnte zudem zur Achtsamkeit: „Wenn die leisesten Zeichen eines Körpers nicht gehört werden, schreit dein Körper irgendwann. Das hat er eben jetzt getan.“
Deswegen sieht der Verein seine wichtigste Aufgabe darin, den Cheftrainer zu bremsen: „Es wird die große Aufgabe für uns sein, ihn zu schützen vor sich selbst auch ein Stück weit.“ Eine externe Interimslösung schloss die Führungsebene kategorisch aus. Stattdessen übernimmt der eingespielte Trainerstab um Co-Trainer Aaron Danks und Rene Maric die Verantwortung an der Seitenlinie.
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Interimstrainer Danks setzt auf klare Verhältnisse. Um die Regeneration nicht zu gefährden, wird Kompany komplett von sportlichen Entscheidungen und Analysen ferngehalten. „Nein, überhaupt nicht. Wir nehmen das wirklich ernst, ich habe da auch klare Anweisungen von Max Eberl und Christoph Freund, ihn da nicht in irgendwelche Diskussionen hineinzuziehen“, stellte Danks klar.
An der taktischen Ausrichtung ändert sich während der Vertretung nichts: Danks hält strikt an den gewohnten Abläufen fest, um der Mannschaft Sicherheit zu geben. Dabei betont der Engländer, dass er keine Kopie seines Chefs sein wolle. Kompany habe von Beginn an verdeutlicht, dass die Assistenten keine Mini-Vinnies sein sollen, sondern ihre eigenen Stärken einbringen müssen.
Seit gut zwei Wochen fehlt der Belgier mittlerweile beim FC Bayern. Am 23. Oktober brach Kompany am Trainingsgelände an der Säbener Straße zusammen und wurde umgehend in eine Münchner Klinik eingeliefert. Die Ärzte diagnostizierten darauf offiziell einen Meningismus – eine akute Hirnhautreizung, wobei ausdrücklich keine infektiöse Hirnhautentzündung (Meningitis) vorlag.
Wann Kompany wieder an die Seitenlinie zurückkehren wird, lässt der Rekordmeister bewusst offen. Zuletzt gab es jedoch ermutigende Zeichen aus dem Umfeld des Trainers. Co-Trainer Danks berichtete von guten Telefonaten mit Kompany, der auf einem guten Weg zur kompletten Erholung sei. Bis zur endgültigen Rückkehr bleibt das Motto an der Säbener Straße jedoch eindeutig: Gründlichkeit und Gesundheit gehen vor Schnelligkeit. (seb)