Zurück
Wie cool ist dieser Kimi Antonelli eigentlich? Mercedes-Teamchef Toto Wolff enthüllte nach dem neunten GP-Sieg seines italienischen Schützlings, dass der WM-Leader kurz vor dem USA-GP bei ihm angeklopft habe.
Der Österreicher: «Er schlüpfte in mein Büro und sagte: ‘Ich bin überhaupt nicht nervös. Ich will das hier geniessen und nicht an den Titel denken. Ist das nicht ein wenig merkwürdig?’ Er ist auf einer Entdeckungsreise, auch emotional, was diese WM-Saison alles mit ihm macht. Und er hat von Anfang bis Ende abgeliefert. Er ist ein wirklich aussergewöhnlicher Bursche.»
Mercedes setzte in diesem Rennen von Anfang an auf eine Einstopp-Strategie und liess sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als klar war, dass Red Bull Racing und Ferrari zwei Mal anhalten werden.
Toto Wolff: «Klar haben wir ins Auge gefasst, dass uns Max vielleicht gefährlich werden könnte. Aber wir sind auf unserer Linie geblieben. Wir waren davon überzeugt, dass der Einstopper an diesem Tag der schnellste Weg ins Ziel ist, und genau so war es.»
«Am Ende ist das Rennen ungefähr so zu Ende gegangen, wie wir uns das vorgestellt hatten.»
Der 20-jährige Italiener Kimi Antonelli hatte beim USA-GP die Chance, den WM-Titel 2026 sicherzustellen. Er machte alles richtig: Sieg in Texas. Die Titelfeier ist trotzdem verschoben. Bis Mexiko.
Wolff wieder über Kimi: «Die Menschen sind ein wenig baff über die tollen Leistungen von Kimi, aber sie vergessen dabei leicht, dass dahinter neun Jahre Entwicklung stehen. Und es gab auch schwierige Momente, ich erinnere an 2025, als er eine Reihe von neun Rennen ohne Punkte hatte, als es Tränen in Belgien gab. Nicht alles war so einfach.»
«Klar konnte Kimi an der Spitze das Rennen kontrollieren, und freie Fahrt zu haben, das war für sein Rennen ganz wichtig. Aber ich glaube, noch wichtiger war es wirklich, dass wir bei unserer Linie geblieben sind. Wir hatten Vertrauen in unsere Berechnungen.»