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Polizei zieht trotz sechs Verletzten positives Derby-Fazit

München hatte wieder sein Derby. 1860 München und der FC Bayern München II trennen sich im Rauch von Giasing mit 2:4. Die Polizei zieht Bilanz.

München – Rund 400 Beamte waren am Sonntag beim Stadtderby im Grünwalder Stadion im Einsatz, 100 mehr als geplant. Auf dem Platz gewann danach Bayern II mit 4:2 gegen den TSV 1860. Die Polizei zieht trotzdem eine insgesamt positive Bilanz. Auf Anfrage von Absolut Sechzig sagte ein Sprecher: „Wir sind weitgehend zufrieden, bis auf die verletzten Kollegen. Das hätte nicht sein müssen. Ebenso wie das Zünden von Pyrotechnik der Bayern-Fans.“

1860- und Bayern-Fans mit der Polizei
Die Polizei München zieht nach dem Derby des FC Bayern II und 1860 München ein überwiegend positives Fazit. © picture alliance/dpa | Frank Hoermann / SVEN SIMON

Sechs Beamte wurden beim Fan-Marsch der 1860-Fans durch Pyrotechnik verletzt und erlitten ein Knalltrauma. Schon im Anmarsch wurde es eng. Zwei Gruppen von FC-Bayern-Anhängern bildeten sich und liefen getrennt, also forderte die Einsatzzentrale zusätzliche Kräfte nach. Mit Erfolg. Die Bayern-Fans hatten sich zunächst im Werksviertel getroffen. Gegen 11.44 Uhr zog der Löwen-Fanmarsch über die Tegernseer Landstraße zum Stadion.

Polizei zieht nach München-Derby überwiegend positives Fazit

Die Fans hatten ein Banner mit der Aufschrift „Red Bastards“ dabei, auf dem das FCB-Logo durchgestrichen war. Gegenüber dem Stadion standen acht Polizeipferde mit Reitern. Kurz vor dem Stadion flog Pyrotechnik von 1860-Anhängern auf Polizisten. Dabei wurden die Beamten verletzt.

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Im Stadion wurde es so heftig, dass Schiedsrichter Felix Wagner in der 53. Minute die Partie unterbrechen musste. Nach dem Abpfiff blieb es laut Polizei ruhig, größere Vorkommnisse gab es keine. Auch größere Graffiti-Aktionen blieben aus. Dabei fallen beide Fanlager seit Januar 2026 immer wieder mit provokanten Graffitis auf. Vor dem Derby besprühten 1860-Fans zwei Bahnwaggons.

Sportlich hielt 1860 gut mit, verlor aber effizient. Der TSV machte das Spiel, Bayern machte die Tore. Florian Niederlechner scheiterte in den ersten 20 Minuten einmal per Fuß und einmal per Kopf aus kürzester Distanz, bei einem Schuss von Mark Gevorgyan klärte ein Verteidiger den Ball von der Linie. Anton Heinz traf in der 11. Minute zur Führung.

Tom Binder erhöhte zehn Minuten später auf 2:0. Christian Leone verkürzte auf 1:2. Niederlechner traf nach einem Kopfball von Emre Erdogan zum 2:3, dann sah Trainer Dante nach einem Wortgefecht am Seitenrand Rot. Artur Degraf stellte den 4:2-Endstand her. Der Abmarsch verlief laut Polizei störungsfrei, und die Löwen-Fans verließen das Stadion ohne Pfiffe oder Wut.

1860-Präsident Gernot Mang lobte in der BR‑Sendung „Blickpunkt Sport“ „unsere Fans“, die sich „vorbildlich verhalten“ hätten. Über Giesing sagte er: „Wenn ich durch Giesing gegangen bin: Es ist was Besonderes, ist ein ganz besonderer Tag.“ Sportlich fehlte allerdings der Erfolg. „Das Ergebnis, es schmerzt einfach. Es tut einfach weh.“ (fpt)

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