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Die Orlando Magic stecken schon in der Frühphase der Saison in einer Krise. Franz Wagner appelliert an seine Teamkollegen. Die Dallas Mavericks haben eine klare Nachricht an die NBA-Teams, die auf einen Trade für Kyrie Irving hoffen.
Die Oklahoma City Thunder hängen Russell Westbrooks Trikot unters Dach und bei den Sacramento Kings fordert All Star Domantas Sabonis wohl endlich einen Trade.
Die wichtigsten News und Gerüchte des Tages aus der NBA.
Die Orlando Magic stecken nach der vierten Pleite im vierten Heimspiel bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison in einer handfesten Krise. Beim 94:103 gegen die Washington Wizards war wieder mal das miserable Shooting eines der Kernprobleme.
Vier der ersten fünf Dreier passten bei den Magic - danach fielen nur noch sieben weitere bei 34 weiteren Versuchen. Nur Desmond Bane traf halbwegs zielsicher (8/17 FG, 4/10 3FG), Franz Wagner durfte sich derweil nach seinen Horrorzahlen aus den vergangenen Spielen immerhin über äußerst solide Zahlen freuen (24 Punkte, 10/18 FG, 1/4 3FG).
In Abwesenheit von Paolo Banchero und Jalen Suggs schlug Wagner nach dem abermaligen Rückschlag auch in der Rolle des Führungsspielers Alarm und forderte einen Wandel im Spielstil unter dem neuen Head Coach Sean Sweeney.
"Wir müssen herausfinden, wie wir spielen wollen", sagte Wagner auf der Pressekonferenz nach dem Spiel: "Ich glaube, es würde uns helfen, etwas schneller zu spielen." Damit meinte er aber explizit nicht, dass das neue Offensivsystem von Sweeney schlecht ist, sondern wollte sagen, dass die Umsetzung auf dem Court noch zu wünschen übrig lasse und schlichtweg in Umschaltmomenten zu langsam sei.
"Wir werden am Anfang eine Menge Schwierigkeiten haben und einige dieser Anlaufschwierigkeiten durchmachen", ergänzte Wagner daher. "Aber ich vertraue den Coaches, wir haben ein gutes System. Sobald wir uns eingespielt haben, werden wir eine wirklich gute Mannschaft sein. Wenn alles zusammenkommt, werden wir ein richtig gutes Team sein."
Davon sind die Magic aber aktuell meilenweit entfernt. An der Spielweise werde sich aber nichts ändern, betonte auch Sweeney. Er erwarte von seinem Team weiterhin, dass die Spieler aggressiv den Korb attackieren und dann letztlich richtige Entscheidungen treffen.
Die nächste Bewährungsprobe folgt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, wenn Orlando bei den Phoenix Suns gastiert.
Vergangene Woche brodelte die Gerüchteküche rund um einen möglichen Blockbuster-Trade von Kyrie Irving hoch. Nachdem ESPN-Insider Shams Charania berichtet hatte, dass die Miami Heat die Situation des neunmaligen All Stars bei den Dallas Mavericks "beobachten", wird reichlich in NBA-Fachkreisen über einen möglichen Abgang spekuliert. Schon im Sommer hatte es erste Trade-Gerüchte gegeben.
Doch zumindest in dieser Saison scheint das ganze Thema eigentlich keines zu sein - zumindest aus Sicht der Mavs. Denn wie NBA-Insider Marc Stein nun nochmal klarstellte, haben die Mavericks anderen Teams aktiv mitgeteilt, dass sie keine Anrufe oder Angebote für einen Irving-Trade annehmen werden.
"Die Gerüchte um Kyrie Irving sind für mich einfach nur bizarr", sagte Stein im SiriusXM NBA Radio: "Ich schreibe darüber schon seit Juni. Damals begannen die Mavs den anderen Teams mitzuteilen: 'Kyrie Irving ist nicht verfügbar – ihr könnt ihn anfragen, aber wir stellen ihn nicht zur Verfügung.' Doch in den letzten Tagen haben die Spekulationen und Gerüchte über einen möglichen Kyrie-Transfer zugenommen - und das sind hauptsächlich Mediengerüchte, die nicht auf tatsächlichen Gesprächen basieren."
Auch weil die Mavs - abgesehen von der überraschenden Pleite gegen die sieglosen Sacramento Kings - durchaus gut in die Saison gestartet sind und das Zusammenspiel von Irving und Cooper Flagg gut funktionierte, sei ein Abgang des 34-Jährigen einfach kein Thema, stellte Stein nochmal klar.
Das hatten zuvor bereits auch der Spieler und die Organisation öffentlich bekundet. "Ich liebe diese Stadt, einfach weil ich so herzlich aufgenommen wurde, nicht nur von der Franchise, sondern auch von den Fans", sagte Irving: "Ich habe viel Unterstützung aus der ganzen Stadt erfahren." Auch Teampräsident Masai Ujiri schloss einen Kyrie-Trade zuletzt quasi aus.
"Wir glauben fest an ihn", sagte Ujiri. "Wir sind fest davon überzeugt, dass er in unserem Team erfolgreich sein kann. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir, wenn wir die richtigen Spieler einsetzen, in einem neuen System mit Dusty und einer neuen Kultur, die wir aufbauen wollen, als Team wirklich wachsen können. Davon bin ich fest überzeugt."
Irving besitzt für die kommende Saison eine Spieleroption über 42,4 Millionen. Der 34-Jährige erlitt in der Saison 2024/25 fast unmittelbar nach dem spektakulären Trade von Luka Doncic und der Ankunft von Anthony Davis einen Kreuzbandriss und verpasste daher die gesamte Rookie-Saison von Cooper Flagg. Nun spielen die beiden Starspieler erstmals gemeinsam für die Mavs, allerdings unterliegt Irving aus Vorsichtsmaßnahme noch einer Minutenbegrenzung. Gegen die Kings am Montag wurde er gar komplett geschont.
Aktuell legt er dennoch 21,4 Punkte, 3,4 Rebounds und 4,8 Assists in 28,6 Minuten auf.
Bis dato hat Domantas Sabonis seine besten Jahre bei den Sacramento Kings durchaus verschenkt. Der dreimalige All Star, der 2022 im Tausch mit unter anderem Tyrese Haliburton von den Indiana Pacers kam, kommt mit den Kings aktuell auf magere sieben Postseason-Spiele und eine einzige Playoff-Teilnahme 2023.
Dass es Zeit seiner guten Karrierephase in Sacramento noch mehr werden könnten, ist nach aktuellem Stand der Dinge recht utopisch. Und dessen ist sich der 30-Jährige nun offenbar selbst endgültig bewusst geworden. Seinen Wechselwunsch soll er nach Angaben von ESPN-Insider Tim MacMahon intern bereits hinterlegt haben.
"Ganz ehrlich, er will da weg" sagte MacMahon beim 'Hoop Collective': "Er ist nicht glücklich. Es ist eine schlechte Situation!" Auch die Kings seien demnach mittlerweile überaus offen dafür, Sabonis abzugeben. "Wenn sie ihn abgeben können, werden sie es tun", sagte MacMahon. Allerdings ergänzte Brian Windhorst, dass ein Trade auch für die Franchise sportlich und wirtschaftlich "Sinn ergeben" müsse.
Sabonis besitzt noch zwei garantierte Vertragsjahre, in denen er zusammen rund 94 Millionen Dollar verdient. Seine Unzufriedenheit in Sacramento soll auch durch die Ankunft von Rookie Darius Acuff Jr. begründet sein. Der Nummer-7-Pick des vergangenen Drafts bekommt bei den Kings aktuell den Ball und alle Freiheiten, darf zudem ein riesiges Volumen an Würfen pro Spiel nehmen. Das soll Sabonis nicht unbedingt geschmeckt haben. Allerdings adelte Sabonis selbst die Spielintelligenz von Acuff und dessen Spielkontrolle.
Dennoch sind Sabonis' Tage bei den Kings eigentlich schon länger gezählt. Schon in der vergangenen Saison nahmen Gerüchte über einen Abschied des spielstarken Centers Fahrt auf. Im Sommer wollte Sacramento den Litauer angeblich im Rahmen eines Trades für Jalen Duren von den Detroit Pistons abgeben, was in Detroit aber auf wenig Gegenliebe stieß.
Sabonis legt auch in der laufenden Saison gute Zahlen auf und steigerte sich besonders in der Arbeit unter den Brettern und in puncto Effizienz noch einmal deutlich. Aktuell steht er bei im Schnitt 15,0 Punkten, 14,6 Rebounds und 6,9 Assists pro Spiel - dazu kommt, dass er seine Abschlüsse äußerst hochprozentig verwertet (71,2 FG%).
Obwohl Sabonis und auch Acuff Jr. abliefern, werden die Kings in der laufenden Saison abermals nur etwas mit dem Tabellenende der Western Conference zu tun haben. Aktuell steht Sacramento mit einem Sieg aus sechs Spielen auf dem vorletzten Platz.
Ehre, wem Ehre gebührt: Die Oklahoma City Thunder werden die Rückennummer 0, die einst Russell Westbrook getragen hat, nicht mehr vergeben und das Trikot des künftigen Hall-of-Famers im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Februar unter das Hallendach ziehen. Westbrook ist erst der zweite ehemalige Thunder nach Nick Collison, dem diese große Ehre zuteil wird.
Westbrook wurde im 2008er Draft von den damaligen Seattle Supersonics an vierter Stelle gewählt und wurde in den elf folgenden Jahren nach dem Umzug nach Oklahoma City zur Franchise-Legende. Allerdings gelang ihm trotz hervorragender individueller Statistiken und Auszeichnungen nie der ganz große Wurf an der Seite von unter anderem Kevin Durant und James Harden.
2017 wurde Westbrook zum MVP der Liga gewählt, in die Finals schaffte er es in seiner Karriere nur einmal. 2012 unterlag er mit den Thunder den Miami Heat um LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh. Er hält noch immer den Rekord für die meisten Triple Double (209), dürfte allerdings in dieser Kategorie zeitnah von Nikola Jokic abgelöst werden (200).
Im vergangenen Sommer beendete Westbrook seine Karriere, obwohl ihm noch immer attraktive Angebote vorlagen. "Für mich war es eine Frage des richtigen Zeitpunkts. Ich habe 18 vollständige Saisons gespielt und dem Spiel alles gegeben, was ich hatte", sagte er.
Cleveland Cavaliers |
Oklahoma City Thunder |
112:117 |
Charlotte Hornets |
Detroit Pistons |
91:24 |
Orlando Magic |
Washington Wizards |
94:103 |
Philadelphia 76ers |
Chicago Bulls |
126:107 |
Indiana Pacers |
Atlanta Hawks |
104:108 |
New York Knicks |
Brooklyn Nets |
103:90 |
Dallas Mavericks |
Sacramento Kings |
100:115 |
Minnesota Timberwolves |
Milwaukee Bucks |
112:100 |
Memphis Grizzlies |
New Orleans Pelicans |
134:135 OT |
Houston Rockets |
Boston Celtics |
109:93 |
Utah Jazz |
119:97 |
|
Denver Nuggets |
110:118 |
|
Miami Heat |
138:117 |
|
Los Angeles Clippers |
118:125 |
|
Phoenix Suns |