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In der 1. Klasse Mitte hat die SPG Wilhering/Mühlbach ihr Heimspiel gegen ASK Blaue Elf Wels mit 1:3 verloren. Lange sprach aus Sicht von Trainer Alexander Oppolzer vieles für eine enge Partie, weil seine Mannschaft vor allem vor der Pause sehr ordentlich arbeitete. Entscheidend wurde aber, dass Wilhering/Mühlbach beim Stand von 0:1 einen Elfmeter nicht nutzte und die Gäste ihre Chancen vorne konsequenter verwerteten.
Wilhering/Mühlbach ging die Partie laut Oppolzer bewusst anders an als in den vergangenen Wochen. Weil seine Mannschaft zuletzt vor allem in ersten Halbzeiten zu viele Gegentore kassiert hatte, wurde das Grundsystem defensiver ausgerichtet, ohne die eigene Idee ganz aufzugeben. „Wir sind das Ganze ein bisschen defensiver angegangen, aber haben versucht, unser Spiel trotzdem durchzuziehen. Das haben wir besonders in den ersten 45 Minuten richtig gut gemacht“, sagte der Trainer. Genau das spiegelte auch der Zwischenstand wider. Die Gastgeber standen stabiler, arbeiteten sauber gegen den Ball und hielten die Welser bis zur Pause bei einem 0:0, das aus ihrer Sicht die ordentliche erste Hälfte unterstrich.
Nach dem Seitenwechsel sah Oppolzer seine Mannschaft zunächst nicht mehr ganz so griffig. Trotzdem blieb das Spiel aus seiner Sicht lange offen, bis die Gäste in Minute 63 in Führung gingen. Serkan Dogan traf zum 0:1, nachdem Wilherings Torhüter den Ball nach einer Standardsituation von der Seite noch abwehren konnte und der Nachschuss dann doch im Netz landete. Für Oppolzer war diese Szene eine der spielentscheidenden. Noch schwerer wog aus seiner Sicht aber, was danach passierte: Beim Stand von 0:1 bekam seine Mannschaft einen Elfmeter zugesprochen, ließ die große Chance auf den Ausgleich aber liegen. „Der Knackpunkt war, dass wir nach dem 1:0 und nach dem verschossenen Elfmeter den Ausgleich nicht gemacht haben“, sagte Oppolzer. Besonders bitter: Es war laut dem Trainer bereits der vierte vergebene Strafstoß in Folge.
Statt auf 1:1 zu stellen, lief Wilhering/Mühlbach wenig später in den nächsten Rückschlag. Ivan Zeko erhöhte in der 73. Minute auf 0:2, für Oppolzer ein Gegentor, das „vermeidbar“ gewesen wäre, weil seine Mannschaft dabei in einen Konter lief. Ganz geschlagen gaben sich die Gastgeber aber nicht. Als Viktorio Paunov in der 84. Minute die Rote Karte sah, bekam Wilhering/Mühlbach in Überzahl noch einmal eine Phase, in der etwas möglich schien. Amir Susic verkürzte in der Nachspielzeit auf 1:2, und Oppolzer beschrieb die Minuten danach so: „Mit einem Mann mehr haben wir versucht, vielleicht zumindest noch einen Punkt mitzunehmen.“ Daraus wurde nichts mehr, weil Shemsi Dzelili in der 94. Minute einen weiteren Konter zum 1:3 abschloss.
Entsprechend fiel die Einordnung des Trainers nach dem Schlusspfiff zweigeteilt aus. Oppolzer sah vieles, worauf seine Mannschaft aufbauen kann, gerade gegen den Ball. „Wir haben defensiv eigentlich sehr gut gestanden“, sagte er, und auch die erste Halbzeit nannte er klar positiv. Gleichzeitig blieb die alte Baustelle wieder offen. „Fußball ist ein Spiel der Tore. Wenn du sie nicht machst, gewinnst du nicht“, brachte es der Wilhering/Mühlbach-Coach auf den Punkt. Die Gäste aus Wels machten laut Oppolzer genau das besser und nutzten ihre wenigen Möglichkeiten vorne mit Qualität aus. Auch zum Unparteiischen fand er klare Worte: „Der Schiedsrichter war sehr gut.“ Für seine Mannschaft geht es nun darum, „positiv zu bleiben und weiterzuarbeiten“, damit sich ordentliche Phasen künftig auch einmal im Ergebnis niederschlagen.
94
Shemsi Dzelili 1:3
91
Amir Susic 1:2
Ivan Zeko 0:2
Serkan Dogan 0:1