Zurück
Darf er wechseln oder nicht? Die Transfersaga um Julián Alvarez begleitete Fußballeuropa nahezu den ganzen Sommer über. Der geplante Wechsel des Argentiniers von Atlético Madrid zum FC Barcelona scheiterte am Ende am strikten Veto des Hauptstadtklubs. Alvarez hatte alles versucht, gab wütende Interviews, forderte einen Gefallen ein und ging sogar in den Streik.
Das Standing des Angreifers in Madrid galt in der Folge über Wochen als schwierig – sowohl bei den Fans als auch innerhalb der Mannschaft und beim Trainer. Nur langsam arbeitete sich Alvarez wieder ins Team, während der Wechselwunsch weiter schwelt. Gegenüber der ‚Marca‘ geht der 26-Jährige nun in eine überraschende Charme-Offensive.
Mit seinem ersten Ligatreffer der Saison entschied Alvarez am gestrigen Samstagabend das Duell mit Deportivo A Coruña (1:0) und wendete sich über die Sportzeitung an die Anhänger seines Klubs: „Ich wollte mich bei unseren Fans für meine Worte während der WM entschuldigen. Das war ein Fehler – sowohl die Art und Weise als auch der Zeitpunkt. Vor allem, weil ich den Ärger der Leute verstehe. Ich wäre auch wütend gewesen, wenn ich Fan wäre. Und umso mehr, weil sie so hinter mir gestanden haben. Ich möchte mich auch bei der Mannschaft bedanken, weil sie mich in dieser Zeit unterstützt hat.“
Der Weltmeister von 2022 hatte im Sommer mehrfach offensiv eine Wechselzusage gefordert und Barça als seinen Traumklub bezeichnet. Die Katalanen sollen jedoch – ebenso wie der FC Arsenal weiter an Alvarez interessiert sein. Im Januar könnte zumindest seitens der Londoner ein neuer Anlauf erfolgen.
Ausgerechnet der anscheinend geläuterte Spieler sorgte kürzlich wieder für Aufsehen, als sein Beraterwechsel bekannt wurde. Die ‚Mundo Deportivo‘ enthüllte, dass der Angreifer zukünftig mit Pablo Barquero, dem Berater von Rodri, zusammenarbeiten wird, der „in diesem Sommer den Wechsel von Rodri zum FC Barcelona abgewickelt hat – ein Schritt, der den Spielervermittler noch näher an das Umfeld des FC Barcelona rückt“.
Obwohl Alvarez am gestrigen Abend zu Protokoll gab, dass er hoffe, „diese Situation mit harter Arbeit und Bescheidenheit wieder ins Lot zu bringen“, scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen.