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(Motorsport-Total.com) - Mercedes hat verraten, dass einige Mitglieder der Boxencrew beim Großen Preis von Singapur ihren ersten Live-Boxenstopp in der Formel 1 seit 15 Jahren absolviert haben. Die Königsklasse hat kürzlich den ersten von (voraussichtlich) drei Triple-Headern zum Abschluss der 23 Rennen umfassenden Saison 2026 beendet - mit einer anstrengenden Abfolge aus Aserbaidschan, Malaysia und Singapur.
WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli ging zwar ohne Sieg aus dem Triple-Header hervor, baute den Vorsprung auf seinen Teamkollegen und WM-Zweiten George Russell aber von 81 auf 102 Punkte aus. Ferrari ist derweil in der Konstrukteurswertung etwas an die Silberpfeile herangerückt, liegt aber weiterhin 134 Punkte zurück.
Vor diesem Hintergrund arbeitet Mercedes daran, sein operatives Niveau zu halten, obwohl die Teammitglieder unter den Arbeitsbedingungen leiden. "Natürlich gibt es als Team das Bild der Fahrerwertung, aber wichtiger ist, dass wir in den letzten paar Rennen in der Konstrukteurswertung gegenüber Red Bull und Ferrari Boden verloren haben", sagt der stellvertretende Teamchef Bradley Lord in der Nu Silver Arrows Radio Show.
"Wir haben einen gesunden Vorsprung, aber absolut nichts ist entschieden, und wir müssen uns einfach darauf konzentrieren, beide Autos so weit vorne wie möglich im Ziel zu bringen. Das klingt zwar banal, aber das ist unsere Aufgabe an jedem Rennwochenende", so Lord.
"Ich würde außerdem sagen, dass wir die operative Effektivität und die reibungslose Arbeitsweise, die wir im letzten Triple-Header gesehen haben, beibehalten müssen - wahrscheinlich die drei anspruchsvollsten Rennen in Bezug auf die Bedingungen in der Garage, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und alles andere."
"In Singapur, selbst mit Veränderungen in der Boxencrew - wir hatten Leute in der Crew, die seit 15 Jahren keinen Live-Boxenstopp gemacht hatten und wegen Verletzungen und Ähnlichem eingesprungen waren -, waren wir das schnellste Team in der Boxengasse und lieferten zum zweiten Wochenende in Folge den schnellsten Stopp", betont er stolz.
"Das zeigt einfach, auf welchem operativen Level das Team arbeitet, und das ist wirklich ermutigend, wenn man in den wirklich harten Teil kommt, den wahren Kraftakt am Saisonende mit langen Reisen weg von zu Hause, weg von der Familie."
"Man muss einfach auf einem unglaublich hohen Niveau arbeiten. Das war ein echtes Aushängeschild für das Team in der Garage und die Boxencrew, diese Stopps bei jedem einzelnen Rennen so sauber hinzubekommen", so Lord.
Mercedes' Boxenstopp-Leistung ist in dieser Saison bisher unerreicht: Bei 17 Grand Prix gelang dem Team achtmal der schnellste Reifenwechsel (gemessen an der Zeit in der Boxengasse).
Ferrari und Audi liegen mit jeweils drei schnellsten Zeiten gemeinsam auf Platz zwei. Am anderen Ende des Spektrums schaffte es das neue Cadillac-Team nur beim Kanada-Grand-Prix mit dem sechstschnellsten Boxenstopp und in Italien - wo lediglich neun Boxenstopps absolviert wurden - in die Top 10.