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Das Nachholspiel auf Platz 11 gewannen die Bremerinnen mit 3:0. Werder bleibt damit weiter in Schlagdistanz zu den Qualifikationsplätzen für die Champions League.
Werders Frauenteam schielt weiter Richtung Europapokal. Die Mannschaft von Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp gewann am Donnerstagabend das Nachholspiel gegen Hoffenheim, das zuvor vier Spiele in Serie gewonnen hatte. Die Bremerinnen haben damit nur noch einen Punkt Rückstand auf die drittplatzierten Frankfurterinnen (17 Punkte).
Die Partie hätte eigentlich anderthalb Wochen zuvor stattfinden sollen. Zwei Stunden vor Anpfiff war das Spiel jedoch kurzfristig abgesagt worden: Werder bekam nicht genügend Spielerinnen zusammen, um antreten zu können. Grund dafür war eine "heftige Krankheitswelle", wie Kromp erklärte.
Von Anfang an liefen die Bremerinnen konsequent an, setzten die Gäste damit unter Druck und nutzten nach einer halben Stunde ihre erste Großchance.
Lilli Purtschellers halbhohe Flanke von der linken Strafraumkante landete direkt auf dem Fuß der einlaufenden Medina Desic. Ohne Mühe verwandelte sie den Ball aus fünf Metern per Direktabnahme (30. Minute). Für die montenegrinische Stürmerin war es der erste Saisontreffer. Mit diesem Spielstand ging es in die Pause.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Trainerin Kromp gleich zwei neue Spielerinnen aufs Feld: Elena Dhont kam für Isabella Jaron und Mei Shimada ersetzte Torschützin Desic. Und mit diesen Wechseln bewies Kromp ein glückliches Händchen, wie sich schon nach zwei gespielten Minuten herausstellte.
Auf dem linken Flügel setzte sich Dhont gegen Außenverteidigerin Laura Gloning durch und spitzelte den Ball im richtigen Moment auf Shimada. Die Japanerin schaltete blitzschnell und leitete auf die in den Strafraum stürmende Jenny Hipp weiter. Ihr ansatzloser Schuss schlug im langen Eck ein (47.). TSG-Torhüterin Laura Dick war erneut chancenlos.
Die vorzeitige Entscheidung folgte dann eine Viertelstunde vor dem Ende. Zwar rutschte Shimada knapp an Tuana Mahmouds flacher Flanke vorbei, durfte aber trotzdem jubeln. TSG-Keeperin Dick wehrte die Hereingabe leicht ab, beförderte den Ball damit direkt in den Fuß von Verteidigerin Gloning und der Ball zappelte im Netz – Eigentor (75.). Weil Mahmouds Schuss gegen die Unterlatte ging, blieb es beim 3:0.
Lange verschnaufen kann die Kromp-Elf nicht: Am Sonntag müssen die Bremerinnen im DFB-Pokal bei Mainz 05 ran. Gegen die formschwachen Aufsteigerinnen, die in der Bundesliga noch ohne Punkt dastehen, geht Werder als Favorit ins Spiel.
Anders sieht es am anschließenden Bundesliga-Spieltag aus: Am 6. November steht das Auswärtsspiel beim Spitzenreiter Bayern München auf dem Programm. Die Münchnerinnen sind in der Liga noch ohne Punktverlust – und Werder in der klaren Außenseiterrolle.