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Erst im Sturm zeigt sich der gute Seemann. Und in den letzten anderthalb Jahren wehte auf Schalke maximal ein laues Lüftchen. Das ist zuvorderst Miron Muslic zu verdanken. Einem totgeglaubten Riesen hat er wieder neues Leben eingehaucht. Fans und Mannschaft geeint. Und den großen Traditionsverein dahin geführt, wo er hingehört. Doch erst jetzt wartet Muslics größte Bewährungsprobe!
Denn all das hat der Schalke-Coach mit einer fast schon gespenstischen Ruhe im gesamten Verein geschafft. Dabei sollte jedem klar gewesen sein, dass auf den glorreichen Aufstieg auch ernüchternde Krisenzeiten im ersten Bundesligajahr folgen können. Das ist jetzt der Fall. Und jetzt wird sich zeigen, ob Muslic Schalke auch durch einen Sturm führen kann. Ein Kommentar.
📌 Muslics erste Schalke-Krise
Denn wenn sich ein solcher im Ruhrpott zusammenbraut, wird es erfahrungsgemäß recht ungemütlich. Das bringen 230.000 Mitglieder und ein entsprechendes Medieninteresse mit sich. Bislang wirkte der Schalker Cheftrainer hier stets souverän. Egal ob spielerische Kritik zum Ende der letztjährigen Hinrunde. Oder angebliche Streitigkeiten in der Kabine. Miron Muslic moderierte alles locker weg.
Aus im DFB-Pokal. Keine Tore zu Hause. Und vor allem gar keine Ideen im Spiel mit dem Ball. Das ist auch für einen Bundesliga-Aufsteiger ein schwer zu tragendes Päckchen, das man aktuell noch geschultert bekommt. Denn Verein, Mannschaft und Trainer zehren vom Vertrauen der Fans und dem gegenseitigen Rückhalt auf Schalke.
Nach dem 0:2 gegen RB Leipzig bekannte sich unter anderem Timo Becker klar zu seinem Coach. Auch die Ultras schworen vor dem Spiel die gesamte Nordkurve ein und forderten, unabhängig vom Ergebnis, vollen Support für die Mannschaft. Jede Trainerdiskussion wäre also fehl am Platz. Muslic hat sich den Vorschuss auf Schalke erarbeitet und den verdient er auch in der Krise. Doch dafür braucht es offensiv neue Ansätze.
Die Mannschaft steht auf einem direkten Abstiegsplatz. Zahlreiche Leistungsträger fallen verletzt aus. Und zeitnah warten direkte Duelle gegen Paderborn (28. November), den HSV (12. Dezember), Gladbach (19. Dezember) und natürlich das Derby gegen den BVB (5. Dezember).
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