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Eintracht Braunschweig atmet nach Derbysieg auf: Diese Szene spricht Bände

Eintracht Braunschweig geht siegreich aus dem Niedersachsenderby hervor. Für Fans und Spieler fällt damit richtig was ab – und das sieht man.

Jubel von Yann Sturm
Eintracht Braunschweig geht siegreich aus dem Niedersachsenderby hervor. Für Fans und Spieler fällt damit richtig was ab - und das sieht man.

Yann Sturm trifft spät. Entscheidet so das Niedersachsenderby für Eintracht Braunschweig. Und setzt direkt zum Vollsprint an. Zielstrebig steuert der Löwen-Angreifer die Heimkurve im Eintracht-Stadion an. Der Finger geht in Richtung der mittig positivierten Ultras. Man merkt: Da wurde mehr als ein Fußballspiel entschieden.

Natürlich ist die Bedeutung jedes Derbys größer, aber gerade die aktuelle Partie in Braunschweig gegen Hannover 96 hielt enorme Spannungen parat – auf und neben dem Platz. Scharfe Kritik setzte es, nicht nur aus der aktiven Fanszene, für den Choreo-Raub der Hannoveraner.

📌 Wissenswertes zum Niedersachsenderby

  • Jahrhundertealte Rivalität: Der Streit zwischen den Städten begann schon im Mittelalter, lange vor der Erfindung des Fußballs. Braunschweig war früher die mächtigere Hauptstadt, während Hannover später aufstieg, was zu jahrhundertelangen politischen Machtkämpfen führte.
  • Das erste Tor-Festival: Das allererste belegte Duell im Jahr 1900 endete mit einem historischen und sehr deutlichen 11:1-Sieg für Eintracht Braunschweig.
  • Hunderte Duelle: Die beiden Vereine trafen bereits weit über 130-mal in offiziellen Pflichtspielen aufeinander. Damit gehört das Derby zu den am häufigsten ausgetragenen Duellen im deutschen Fußball.

Eintracht Braunschweig erhält lautstarke Unterstützung

Daher appellierten die Eintracht-Ultras noch vor Anpfiff mit ausgegebenen Zetteln an das gesamte Stadion. Wenn schon ohne Choreografie, wolle man den Gästen mit entsprechender Lautstärke gegenübertreten. Das gelang eindrucksvoll.

Die Fans in Braunschweig peitschten ihr Team nach vorne. Und die nahmen die Derby-Atmosphäre bestens an und gingen in der 1. Halbzeit durch Max Marie verdient in Führung. Die Löwen wirkten in der gesamten ersten Halbzeit frischer und engagierter. Im zweiten Durchgang kamen die 96er besser ins Spiel. Dass es nicht zum Ausgleich kam, ist vor allem Ron-Thorben Hoffmann zu verdanken.

Hoffmann muss verletzt raus

Der musste lange behandelt und kurz vor der Schlussphase ausgewechselt werden. Danach kam Hannover nicht mehr ins Spiel. Sturms Treffer in der Nachspielzeit: die Entscheidung. Und deren Jubel zeigt auch, dass die Spieler die Bedeutung des Spiels verstanden haben.

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Letzte Saison setzte es gegen den Erzfeind aus Hannover zwei Niederlagen. Diese Rückschläge sind Geschichte. Zudem kann sich der BTSV mit den drei Punkten aus dem Tabellenkeller verabschieden – zumindest vorerst. Denn die 2. Bundesliga ist extrem eng. Doch auch mit Blick auf die nächsten Spiele wird der Derbysieg Eintracht Braunschweig mehr bringen, als „nur“ die drei Punkte.

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