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Dass es bis zur 66. Spielminute des Niedersachsenderbys noch nichts für die Gäste aus Hannover zu bejubeln gab, ist auch Ron-Thorben Hoffmann im Tor der Eintracht zu verdanken. Gerade zu Beginn der zweiten Hälfte bei Braunschweig – Hannover hielt der Löwen-Torwart mehrfach stark. Eine Parade kam ihm dabei teuer zu stehen.
Eine Doppelchance des 96‑Stürmers, Benjamin Källman, konnte Hoffmann vereiteln. Beim zweiten Schuss allerdings lag der Löwen-Keeper bereits auf dem Boden und der zweite Abschluss erwischte ihn aus wenigen Metern voll im Gesicht. Sofort war klar, dass es nicht weitergeht.
📌 Fakten zum Niedersachsenderby
- Jahrhundertealte Rivalität: Der Streit zwischen den Städten begann schon im Mittelalter, lange vor der Erfindung des Fußballs. Braunschweig war früher die mächtigere Hauptstadt, während Hannover später aufstieg, was zu jahrhundertelangen politischen Machtkämpfen führte.
- Das erste Tor-Festival: Das allererste belegte Duell im Jahr 1900 endete mit einem historischen und sehr deutlichen 11:1-Sieg für Eintracht Braunschweig.
- Hunderte Duelle: Die beiden Vereine trafen bereits weit über 130-mal in offiziellen Pflichtspielen aufeinander. Damit gehört das Derby zu den am häufigsten ausgetragenen Duellen im deutschen Fußball.
Hektisch signalisierten mehrere Spieler die Notlage Hoffmanns und riefen umgehend das medizinische Personal herbei. Der sichtlich benommene Torwart konnte sich zwar kurz danach selbstständig wieder auf den Rücken drehen. Aber sich nur mit Unterstützung erheben.
In der Folge stützen Hoffmann zwei medizinische Mitarbeiter von Eintracht Braunschweig und begleiteten den Torwart so vom Platz. Dessen leerer Blick lässt Böses vermuten. Und während alles auf eine schwere Gehirnerschütterung deutet, zeigen die Gäste-Fans eine sehr unschöne Reaktion.
Bereits als Hoffmann noch am Boden liegt, hallt mehrfach ein lautstarkes „Eintracht verrecke“ durch das Rund des Stadions an der Hamburger Straße. Das wiederum nehmen die Braunschweiger nicht gut auf und stimmen ähnliche Schmähgesänge in Richtung Auswärtsblock an.
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Alle Rivalität bei Braunschweig – Hannover in Ehren. Solchen Szenen gebührt eine andere Atmosphäre als lautstarke Beleidigungen der jeweiligen Gegenseite. Immerhin als Hoffmann den Platz verlässt applaudiert der Großteil des Stadions aufmunternd. Dem ist nach der üblen Szene eine rasche Genesung zu wünschen. Der kann sich den Rest der Partie immerhin von der Seitenlinie aus ansehen, wirkt aber immernoch benommen.