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Der FC Bayern hat große Verletzungssorgen und muss ausgerechnet bei Atletico Madrid ran. Das Team von Trainer Diego Simeone gilt als harte Truppe.
Madrid – Bis zu den Weihnachtstagen ist es noch etwas hin – sollten die Bayern einen Wunschzettel schreiben, würde dort vermutlich eine schnelle Genesung der vielen verletzten Spieler stehen, eine Rückkehr von Trainer Vincent Kompany und eher leichte Pflichtspiel-Aufgaben. Was definitiv nicht darauf stehen wird: ein schweres Auswärtsspiel bei Atletico Madrid. Das Team von Trainer Diego Simeone ist für seine Härte bekannt. Dazu kommt die brisante Tabellensituation für den FC Bayern.
Bei der harten Atletico-Spielweise geht Trainer Simeone als Vorbild voran. Der Argentinier gilt als echter Vulkan an der Seitenlinie und war auch als aktiver Spieler kein Kind von Traurigkeit. Ex-Bayern-Spieler Lothar Matthäus weiß, wovon er redet. Er musste in seiner Zeit bei Inter Mailand zweimal gegen den damals noch jungen Simeone in der Serie A spielen.
„Der hat schon als Spieler getreten und getreten“, erinnerte sich der heutige TV-Experte an seine Duelle mit Simeone in Italien. „Da habe ich mir gesagt, da brauchst du hinten und vorne Schienbeinschützer.“ Zunächst lief es für Matthäus in den direkten Duellen gut: Im Oktober 1990 fegte der frisch gebackene Weltmeister Simeone und Pisa Calcio mit 6:3 vom Platz. Der deutsche Spielmacher erzielte dabei zwei Tore und eine Vorlage.
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Das Rückspiel in Pisa lieferte mit einem 1:0-Sieg zwar ebenfalls einen sportlichen Erfolg, jedoch wurde Simeone an diesem Tag als Sonderbewacher für Matthäus aufgestellt. Neunzig Minuten später stand Matthäus’ oben zitierte Meinung zu Simeones Spielweise fest. Da Pisa am Ende der Saison aus der Serie A abstieg, kam Matthäus ohne weitere direkte Begegnungen mit Simeone aus. Als der Argentinier später bei Lazio und Inter spielte, war sein Gegenüber bereits wieder in der Bundesliga unterwegs.
Die harte Spielweise aus seiner aktiven Karriere hat der heutige Atletico-Trainer auch in seine zweite Laufbahn mitgenommen. Dementsprechend tief dürften die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen des FC Bayern sein, die mit einer ohnehin schon sehr überschaubaren Personaldecke zum Champions-League-Spiel nach Madrid gereist sind. Weitere Ausfälle kann sich der Bundesligist aktuell kaum erlauben, will man wettbewerbsübergreifend konkurrenzfähig bleiben. (phm)