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Atletico-Präsident adelt Kompany vor Bayern-Kracher – und denkt an offene Wunde

Vor dem Champions-League-Duell adelt Atletico-Boss Enrique Cerezo Bayern-Coach Vincent Kompany – und erinnert an das schmerzhafte Drama von 1974.

München/Madrid – Das Aufeinandertreffen zwischen dem FC Bayern München und Atletico Madrid (alle TV-Infos hier) ist ein Prestigeduell des europäischen Fußballs. Vor dem Kräftemessen in der Königsklasse hat sich Atletico-Präsident Enrique Cerezo im Interview mit der Sport Bild ausführlich zum deutschen Rekordmeister geäußert. Der 78-jährige Klubchef sparte dabei nicht mit Anerkennung für die sportliche Führung an der Säbener Straße.

Atletico-Boss Enrique Cerezo (Archivbild) und Vincent Kompany
Vincent Kompany (Kreis) ist nicht nur bei Atletico-Boss Enrique Cerezo hoch im Kurs. (Archivbild) © picture alliance/dpa | Uwe Anspach/Victor Lerena

„Bayern hat eine Top-Mannschaft, und Trainer Vincent Kompany macht eine tolle Arbeit“, adelte Cerezo den Bayern-Coach und dessen Mannschaft. Bayern zähle für ihn weiterhin zu den absolut größten Klubs in ganz Europa, auch dank der jahrzehntelangen wirtschaftlichen und sportlichen Solidität. Trotz des großen Respekts ist das Duell mit dem FC Bayern für Atletico Madrid historisch mit einer der bittersten Niederlagen der Vereinsgeschichte verknüpft.

Großes Lob für Kompany und die Bayern-Führung

Cerezo blickte auf das Endspiel im Europapokal der Landesmeister 1974 zurück, das er als „sehr bitter“ in Erinnerung behalten hat. Damals führte Atletico in der Verlängerung bereits mit 1:0, ehe Bayern-Verteidiger Georg „Katsche“ Schwarzenbeck in der 120. Minute mit einem legendären Distanzschuss ausglich. Im fälligen Wiederholungsspiel zwei Tage später im Brüsseler Heysel-Stadion setzten sich die Bayern mit 4:0 durch.

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Die Sehnsucht nach dem ersten Champions-League-Titel der Klubgeschichte ist bei den „Rojiblancos“ ungebrochen groß – besonders mit Blick auf das Jahr 2027, wenn das Königsklassen-Finale im heimischen Metropolitano ausgetragen wird. „Wir wollen es unbedingt erreichen – und es dann endlich gewinnen“, betonte Cerezo. Das bekannte Sprichwort müsse für Atletico eigentlich umbenannt werden: „Alle guten Dinge sind vier. Denn es wäre unser viertes Endspiel in dem Wettbewerb.“

Für die Bayern wird die Partie in Madrid trotz des spanischen Respekts kein Selbstläufer, denn Bayerns Personalnot vor Atletico stellt das Trainerteam vor knifflige Aufgaben. Nicht umsonst warnte Lothar Matthäus vor Bayern-Schreck Diego Simeone. Cerezo stellte zudem klar, dass Atletico voll hinter Langzeittrainer Simeone stehe, dessen Vertrag noch bis 2027 läuft. (fpt)

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