Zurück
Sechs Pflichtspiele ohne Sieg, nur ein Tor in diesen sechs Spielen, noch kein Heimsieg, noch kein Heimtor – Schalkes Krise hat sich mit der 0:2-Pleite gegen RB Leipzig weiter verschärft. Vor allem die Offensive ist und bleibt das große Problem von S04. Zu harmlos, zu fahrig, zu schwach – Schalkes Angriff ist nicht bundesligatauglich.
Und logischerweise erhöht sich in diesen Tagen auch der Druck auf Trainer Miron Muslic. Es ist die erste richtige Krise, seitdem er bei S04 angeheuert ist. Doch sein Vizekapitän Timo Becker machte nach dem Spiel klar: Der Trainer steht nicht nur Diskussion. Vor allem nicht intern.
📌 Schalke enttäuscht vor heimischer Kulisse
Mit einer kleinen Ausnahme zu Beginn des Jahres ging es seit Muslic‘ Ankunft im vergangenen Sommer für Schalke 04 nur nach oben. Der Bosnier führte S04 zurück in die Bundesliga, war der gefeierte Held auf dem Berger Feld. Daran änderten auch kleine Fehlentscheidungen nichts. Doch mittlerweile ist der Ton auch Muslic gegenüber durchaus rauer geworden.
Auf Schalke fordert wahrlich noch niemand seinen Kopf, sein Kredit, seine Taten der letzten Monate sind zu groß, die Bindung zu den Fans zu eng. Und doch wird die Kritik an seiner derzeitigen Arbeit lauter. Becker grätschte jedoch gleich dazwischen und machte gegenüber „DAZN“ deutlich, dass der Trainer nie und nimmer zur Debatte steht.
„Zwischen Team und Trainer passt kein Stück Papier. Der Mann ist Wahnsinn“, so Becker deutlich. Das nennt man mal eine klare Ansage: Der Coach und seine Assistenten genießen weiterhin höchstes Vertrauen. Auf Schalke wird man – anders als in der Vergangenheit – (noch) nicht nervös.
„Er gibt uns jeden Tag Unterstützung und steht hinter uns. Jetzt müssen wir das zurückgeben“, so Becker weiter. Der Vize-Kapitän richtet also einen deutlichen Appell an seine Teamkollegen. Die Spieler sind gefragt! Denn klar ist auch: Mit jedem weiteren erfolgslosen Spiel steigt der Druck auf Schalke und Muslic weiter.
Weitere News:
Königsblau braucht Punkte, braucht Tore und braucht Selbstvertrauen. Denn das ist dem Aufsteiger nach einem unvergleichlichen Höhenflug in der vergangenen Zweitliga-Saison nahezu vollständig abhanden gekommen. Da sind Mannschaft und Trainerteam gleichermaßen gefragt!