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Manuel Neuer brach sein 550. Bundesliga-Spiel bei Bayern München vorzeitig ab. Der Rekordtorwart untersucht seine Knöchelverletzung bei einem Spezialisten, während die Karrierefrage offen bleibt.
Manuel Neuer steht kurz vor dem Ende seiner Karriere als Rekordtorwart des FC Bayern München. Der 40-Jährige hat am Sonntag bei seinem 550. Bundesliga -Einsatz einen Meilenstein erreicht und ist zugleich zum ältesten Spieler in der Vereinsgeschichte des Rekordmeisters aufgestiegen. Die Freude über diese historische Leistung wurde jedoch durch eine Verletzung getrübt, die den Torwart zum vorzeitigen Aus aus dem Spiel zwingt und nun eine sorgfältige Behandlung erfordert.
Manuel Neuer wurde im Alter von 40 Jahren und 225 Tagen zum ältesten Bundesligaspieler in der Historie des Rekordmeisters. Mit seinem 550. Einsatz überbot er das lange bestehende Rekordhaltnis von Bernd Dreher, der bei seinem letzten Ligaeinsatz für die Bayern 40 Jahre und 198 Tage alt war. Der älteste Spieler in der gesamten Geschichte der Bundesliga ist indes die Schalke-Ikone Klaus Fichtel mit 43 Jahren und 184 Tagen, vor Uli Stein mit 42 Jahren und 170 Tagen. Einen weiteren Durchbruch dieser Marke ist für Neuer aufgrund seines Alters und der anhaltenden Verletzungsproblematik kaum noch zu erwarten.
Das Spiel beim 1. FSV Mainz 05 endete für Manuel Neuer bereits in der ersten Halbzeit. Kurz vor der Pause blieb der Torwart nach einem Abwehrversuch am Boden liegen, als beim Mainzer Ausglich ein Tor durch den Video-Assistenten (VAR) zunächst gewertet und später wieder zurückgenommen wurde. Neuer musste wegen einer Schädigung am rechten Knöchel vom Platz getragen werden. In der 45. Minute kam der DFB-Torwart Dominic Reich für Neuer in die Partie, nachdem das medizinische Personal diverse Tests durchgeführt hatte. An der Seitenlinie wärmte der Wechselkeeper auf, während Neuer behandelt wurde.
Bayerns Sportvorstand Max Eberl bestätigte die Natur der Verletzung deutlich. Er erklärte, es handele sich um das Problem, das schon vorher am Fuß bestanden habe und nun wieder aufgetreten sei. Die Verletzungsanfälligkeit des Bayern-Rekordspielers ist laut Eberl nicht mehr von der Hand zu weisen. Im Kalenderjahr 2026 wurde Manuel Neuer bereits zum vierten Mal in einem Pflichtspiel ausgewechselt. Trotz dieser Häufigkeit betonte der Sportvorstand, dass die Hierarchie im Bayern-Tor nicht aufgeweicht wird. Auf die Frage, ob sich dies ändern könnte, antwortete Eberl schlicht mit Nein.
Laut Informationen des Fachmagazins Kicker begibt sich Manuel Neuer am Sonntag direkt in die Hände eines Spezialisten. Die Experten vor Ort sollen eine detaillierte Diagnose stellen, um das Ausmaß der Verletzung genau zu bestimmen. Im Anschluss an diese Untersuchungen werde man mit dem Verein entscheiden, wie es im weiteren Verlauf weitergehen kann. Das medizinische Team wird die Ergebnisse sorgfältig auswerten, um den besten Weg für die Genesung des 40-Jährigen zu finden, während die Karrierefrage zum Saisonende wahrscheinlich geklärt sein wird.