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Nach Dietmar Hamanns Rücktrittsforderung meldet sich der Rekordnationalspieler zu Wort. Für ihn liegt das Problem nicht beim Kapitän, sondern bei dessen Verwendung.
Lothar Matthäus hat die Kritik an Joshua Kimmich (31) zurückgewiesen. Laut SPORT1 sagte der Rekordnationalspieler, Kimmich mache "gar nichts falsch, er macht alles richtig".
Die Ursache für das schwache WM-Abschneiden sieht er woanders: Julian Nagelsmann (39) habe den defensiven Mittelfeldspieler hinten rechts aufgeboten, im Zentrum habe dadurch ein Führungsspieler gefehlt.
Auslöser war der jüngste Vorstoß von Dietmar Hamann (53). Der frühere Nationalspieler hatte am Sonntag bei RTL/Sky Sport ein Ende von Kimmichs Länderspielkarriere gefordert und auf fünf Turniere mit vier frühen Ausscheiden verwiesen.
Aleksandar Pavlovic (22) und Felix Nmecha (26) hält Matthäus für "zwei hervorragende Spieler", die Führungsqualitäten des Münchners bringe das Duo aber nicht mit. "Alle suchen Kimmich. Da verstehe ich die Welt nicht mehr, wenn wir so einen Spieler in der Nationalmannschaft nicht brauchen", so der 65-Jährige.
Auch die jungen Spieler, auf die Jürgen Klopp (59) setzen wolle, seien noch nicht so weit. Das WM-Aus allein am Kapitän festzumachen, nennt Matthäus "unfair" – Kimmich zeige beim FC Bayern seit Jahren überragende Leistungen.
Die nackten Zahlen aus München stützen die Aussagen des Rekordnationalspielers. In dieser Saison hat Kimmich keine der neun möglichen Partien verpasst, neunmal stand er in der Startelf, insgesamt kommt er auf zehn Einsätze, 825 Minuten und fünf Vorlagen. In der Vorsaison waren es 49 Spiele, 4.071 Minuten, zwei Tore und zwölf Vorlagen.
Seit dem Wechsel vom VfB Stuttgart 2015 für Ablöse 8,5 Millionen Euro stehen über 500 Pflichtspiele für den Rekordmeister zu Buche. Sein Vertrag an der Säbener Straße läuft bis 2029. Matthäus hatte Kimmich schon nach dem 6:1 gegen RB Leipzig gelobt, der Kapitän bedankte sich damals öffentlich.