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Sehr niedrige Ansprüche an das kommende Rennwochenende habe er, ließ Ai Ogura im Vorfeld des MotoGP-Events auf Phillip Island verlauten. Kein Wunder, schließlich war der Trackhouse-Pilot im Vorjahr meist im hinteren Drittel der Zeitentabellen zu finden. Ogura san hatte auf dem australischen Kurs seit jeher Schwierigkeiten. Entsprechend überrascht war der Japaner am Freitag, sich direkt für das Q2 am Samstag qualifiziert zu haben. Die viertschnellste Zeit gehörte am Ende der einstündigen Nachmittagssitzung dem Japaner.
Schon am Vormittag begann der Tokioter das Rennwochenende mit Rang 8 im ersten freien Training: «Es ist meine beste Leistung bislang auf diesem Kurs.» Sich unter den ersten 10, geschweige denn den schnellsten 5 Piloten, wiederzufinden, habe er nicht erwartet. Skurrilerweise fuhr der zukünftige Yamaha-Werksfahrer in der Nachmittagseinheit auf die Tausendstelsekunde die gleiche Rundenzeit wie Ducati-Ass Marc Marc Marquez, der am Vormittag der schnellste Pilot war.
Der größte Unterschied am Freitag für Ogura? «Es ist wärmer. Dadurch habe ich mehr Gefühl für das Vorderrad, kann mehr pushen und dadurch kommt danach alles von allein.» Die Hiobsbotschaft für den Racer aus Tokio ist der Blick auf den Wetterbericht für das restliche Wochenende. Die trockenen Bedingungen der ersten Sessions am Freitag sollen im Laufe des Samstags Regen weichen, die Temperaturen entsprechend fallen. Für den Mann mit der Nummer 72 der denkbar schwierigste Fall für die weiteren Einheiten: «Ich werde Probleme haben, so viel kann ich vorhersagen.»
Mehr noch: «Ich werde sehr langsam sein!» Alles geben wolle er natürlich auch auf nassem Untergrund, doch Ogura ist bewusst: «Es ist meine Schwachstelle. Ich brauche viel mehr Zeit, um bei schlechtem Wetter Vertrauen aufzubauen. Das ist aber ein Problem, für dessen Überwindung ich Zeit brauche.» In den kaum zwei Jahren seiner MotoGP-Zugehörigkeit hat der ehemalige Moto2-Weltmeister in der Spitzenklasse zu wenig Erfahrungen bei nassen Bedingungen sammeln können. Sollten die Vorhersagen zutreffen, wird er im Laufe des Rennwochenendes in Australien weitere Gelegenheiten dazu bekommen.