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Jerez, Lauf 1: Desaster für Salvador – WM-Führung wechselt zu Artigas
Artigas fährt zum Sieg, dahinter stürzt Salvador Foto: Seidenglanz Artigas fährt zum Sieg, dahinter stürzt Salvador © Seidenglanz

Jerez ist das achte und letzte Rennwochenenden der neuen Sportbike-WM. Im Qualifying am Freitag holte WM-Leader David Salvador zum fünften Mal in diesem Jahr die Pole-Position. Zwischen dem Spanier und seinem Landsmann Xavi Artigas wird beim Saisonfinale der Titel entschieden – nur zwölf Punkte trennten die beiden Kawasaki-Piloten, die in der ersten Startreihe Yamaha-Ass Carter Thompson zwischen sich haben.

Dramatische Warm-up-Lap – Jeffrey Buis (Suzuki) verletzt

Das Rennen begann dramatisch. Noch auf der Aufwärmrunde stürzten Julien Correa (Kawasaki), Jerrey Buis (Suzuki) und Fenton Seabright (Triumph) in der ersten Kurve – ihre Startplätze blieben frei. Der Niederländer zog sich eine Schulterluxation zu und wird am Sonntag fehlen. Bei Start um 13:00 Uhr zeigte das Thermometer 26 Grad Celsius. Das Rennen ging über elf Runden.

Den Sprint zur ersten Kurve gewann Salvador, doch unmittelbar dahinter reihte sich Artigas ein, der in Kurve 2 die Führung übernahm, Die erste Runde verlief turbulent und mit mehreren Führungswechsel. Mit Alvaro Fuertes, Salvador, Artigas, Antonio Torres und Juan Risueno lagen fünf Kawasaki vorn.

In Runde 2 fiel Bruno Ierace (Triumph) aus und Marco Gaggi (Yamaha) stürzte in Kurve 9. Kurz darauf steuerte Tonn-Ersatz Hugo de Cancellis (Kove) die Boxengasse an. An der Spitze hatten sich derweil Matteo Vannucci (Aprilia) und Thompson in die vordere Gruppe gekämpft und mischten im Kampf um den Sieg kräftig mit – der Italiener fuhr in 1:47,020 min die bis dahin schnellste Rennrunde.

Nach fünf Runden führte Salvador das Rennen vor Torres, Thompson und Artigas an. Die Top-10 fuhren innerhalb zwei Sekunden. Erstaunlich gut dabei war Tayo Aksu mit der einzigen Honda auf Platz 9.

In der zweiten Rennhälfte hatten sich acht Piloten an der Spitze abgesetzt. Neben fünf Kawasaki mischten je eine Suzuki (Ferre Fleerackers), Aprilia (Vannucci) und Yamaha (Thompson) mit.

In Runde 8 stürzte Vannucci, zuvor waren Alessandri Di Persio (Yamaha), Luca Agostinelli (Aprilia) und Mattia Martella (Yamaha) ebenfalls mit Sturz ausgeschieden.

Carter Thompson (Yamaha) kracht in David Salvador (Kawasaki) hinein

Zwei Runden vor dem Ende krachten Thompson und Salvador in der letzten Kurve ineinander. Der Spanier stürzte durch den Rammstoß. Als Verursacher wurde Thompson ausgemacht, wofür der Australier eine Long-Lap absolvieren musste.

Artigas ging als Führender in die letzte Runde, dahinter Fleerackers, Fuertes und Pepe Osuna. Die Ellbogen wurden ausgefahren, aber der WM-Zweite behielt die Oberhand und drehte mit seinem vierten Saisonsieg die Meisterschaft. Statt zwölf Punkte Rückstand geht der 23-Jährige mit einem 13-Punkte-Vorsprung in das letzte Saisonrennen. Zweiter wurde Fleerackers, Fuertes Dritter.

Trotz der Bestrafung kam Thompson als Sechster in die Wertung. Harrison Dessoy brachte die beste Triumph auf Platz 7 ins Ziel. Sein bestes Saisonergebnis fuhr Honda-Pilot Aksu auf der neunten Position ein.

Weitere Positionen: Jurrien Van Crugten (13./Aprilia), Benat Fernandez (15./Kove).

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