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Zum Ende der Hinrunde in der Landesliga Südwest hat der TSV Rain einen bitteren Dämpfer hinnehmen müssen. Die Blumenstädter kamen am Sonntag beim Tabellensechzehnten Türkspor Augsburg nicht über ein torloses 0:0 hinaus und verpassten es, nach der herben 1:5-Pleite gegen Gersthofen Wiedergutmachung zu leisten. Trotz einer drückenden Überlegenheit im zweiten Durchgang fehlte den Gästen vor dem Tor die nötige Kaltschnäuzigkeit.
Chefcoach Dominik Bobinger hatte seine Startelf im Vergleich zur Vorwoche auf drei Positionen umgestellt: Samuel Biehler rückte für Niklas Gordy zwischen die Pfosten, Michel Knötzinger und Eric Adam spielten von Anfang an für Lukas Müller und Tino Joerss, die beide auf der Bank Platz nahmen.
Auf dem nassen Geläuf der Sportanlage Haunstetten und bei starkem Wind tat sich der TSV vor überschaubaren 40 Zuschauerinnen und Zuschauern von Beginn an extrem schwer. Der erste Durchgang war von Fehlpässen, Zweikämpfen im Mittelfeld und viel Leerlauf geprägt. Beide Teams neutralisierten sich weitgehend. Während die Gastgeber offensiv so gut wie gar nicht stattfanden, verzeichneten die Rainer durch Fatlum Talla und Denis Lechner zwar Annäherungsversuche, blieben aber insgesamt viel zu harmlos.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Die Gäste übernahmen nun komplett das Kommando und erspielten sich eine Vielzahl an Möglichkeiten. Etienne Perfetto (51.), Knötzinger (62.) und Adam (65.) scheiterten jedoch am aufmerksamen Augsburger Schlussmann. Besonders bitter: In der 67. Minute wurde ein zentraler Abschluss von Talla aus kurzer Distanz im allerletzten Moment geblockt.
Von Türkspor kam im zweiten Abschnitt offensiv lange Zeit rein gar nichts – bis zur 81. Minute: Plötzlich tauchte David Miller völlig frei vor Biehler auf, doch der Rainer Torhüter rettete seiner Mannschaft mit einem glänzenden Reflex den Punkt. In einer hektischen Schlussphase versuchten die Blumenstädter noch einmal alles, bissen sich an der kompakten Augsburger Defensive aber die Zähne aus. Den Schlusspunkt unter eine enttäuschende Partie setzte beinahe Dennis Lechner, der eine Hereingabe im Zentrum völlig freistehend aus sechs Metern über den Kasten der Augsburger setzte (98.).
Nach dem Schlusspfiff fand Rains Cheftrainer Dominik Bobinger deutliche Worte für die Leistung seiner Elf: „Alles, was wir uns unter der Woche nach dem Gersthofen-Spiel vorgenommen hatten, haben wir nicht auf den Platz bekommen. Wir waren viel zu unsauber in unseren Aktionen und hatten keine Intensität im Spiel. Es war im Grunde ein sehr blutleerer Auftritt, bei dem wir die Mentalität vermissen ließen, die uns sonst stark macht.“
Das Ergebnis sprach für sich, doch der Trainer zeigte sich vor allem über das Auftreten enttäuscht: „Man bekommt das, was man sich verdient – und heute haben wir einfach nicht mehr als diesen einen Punkt verdient. Das war nach der vergangenen Woche das zweite sehr ernüchternde Erlebnis.“ Den Blick richtete Bobinger dennoch nach vorne: „Jetzt müssen wir schnellstens die Köpfe freibekommen und das Spiel gemeinsam aufarbeiten. Wir halten als Team zusammen und werden alles daran setzen, den Bock wieder umzustoßen.“
Türkspor Augsburg: Sarp Doruk Düzgün, Ahmet Özoglu, Mert Gaffar Can, Dominik Krachtus (82. Mustafa Yalcin), Daniel Biermann, Amin Hassan, Patrick Groua-Pecher, Diego Dragone, Hazem Ibrahim (91. Matthias Ziegert), David Miller - Spielertrainer: Daniel Biermann
TSV Rain/Lech: Samuel Biehler, Jannik Schuster, Fabian Ott, Jost Rittner (46. Lucas Möller), Paul Schmidt, Ben Zinsmeister, Etienne Perfetto, Michael Knötzinger (82. Marco Herde), Fatlum Talla, Eric Adam (75. Timo Zausinger), Dennis Lechner - Spielertrainer: Dominik Bobinger
Schiedsrichter: Xaver Fabisch (München) Zuschauer: 40