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Das gesunkene Preisgeld darf als Fingerzeig für die Zukunft gesehen werden, denn die Women’s Tennis Association (WTA) kämpft mit einem finanziellen Engpass. Von der Stimmung wird das WTA-Finale in Kalifornien für die Spielerinnen ein Upgrade zu den vergangenen Jahren sein. Die Atmosphäre im Indian Wells Tennis Garden dürfte freundlich, das Publikum fachkundig sein. Anders als bei den beiden jüngsten Austragungen in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad, wo sich in der Halle einer Universität nur wenige Zuschauer einfanden und nur selten Stimmung aufkam.
Finanziell müssen sich die besten Damen der Tenniswelt diesmal aber mit deutlichen Einbußen abfinden. Die WTA verteilt diesmal mehr als ein Drittel weniger als noch im Vorjahr. Der Grund: Die Frauen-Tennisorganisation ist in finanzielle Turbulenzen geraten.
Im Herbst schrillten die Alarmglocken, verschiedene Medien wie der englische „Telegraph“ berichteten von schweren Finanzproblemen bei der WTA. In diesem Jahr dürfte die Dachorganisation des Frauentennis ein Defizit von rund 23 Mio. Dollar (20,1 Mio. Euro) einfahren, die Reserven auf etwa 15 Mio. (13,5 Mio. Euro) einbrechen. Damit könnte die Kasse bereits im kommenden Jahr leer sein.
Die Gründe für die finanzielle Schieflage sind vielfältig und hängen zum Teil paradoxerweise mit dem Kampf um Gleichberechtigung und Frauenrechte zusammen. Da die Männertour ATP oft ein deutlich höheres Preisgeld ausschüttet, sah die WTA sich bei den großen kombinierten Turnieren (aktuell in Indian Wells, Miami, Madrid, Rom, Kanada, Cincinnati, Peking) genötigt, schrittweise für gleich viel Kompensation zu sorgen.
Da einige Turniere das aber nicht selber stemmen können oder wollen, zapfte die WTA ihre eigenen Reserven an, um die Differenz auszugleichen. Das wird sie sich auf Dauer aber nicht leisten können, da die Einnahmen der WTA weniger als die Hälfte jener der ATP betragen.
Pech – oder einfach ein schlechtes Händchen – hatte die WTA auch mit ihrem Finalturnier der besten acht Spielerinnen: 2019 schloss sie mit dem chinesischen Shenzhen einen Zehnjahresvertrag ab, das Preisgeld verdoppelte sich von sieben auf 14 Mio. Dollar. (12,6 Mio. Euro) Nach der ersten Austragung war aber bereits wieder Schluss mit dem Geldsegen. Zuerst kam die Coronavirus-Pandemie mit den sehr strikten Einschränkungen in China. 2020 fiel das Turnier ganz aus, 2021 musste es nach Mexiko verlegt werden. Danach kam die „Affäre“ Peng Shuai.
Die ehemalige Weltranglistenerste im Doppel beschuldigte im November 2021 einen hochrangigen Parteifunktionär aus China der sexuellen Nötigung und verschwand danach mehrere Wochen von der Bildfläche. Aus Sorge um Pengs Sicherheit sagte die WTA vorübergehend sämtliche Turniere in China ab. Damit waren auch das Masters und der lukrative Vertrag nach nur einer Austragung bereits wieder Geschichte.
Als Retter trat 2024 der staatliche saudische Investmentfonds PIF auf den Plan. Ein Dreijahresdeal mit einem Rekordpreisgeld von 15,5 Millionen Dollar (13,9 Mio. Euro) pro Austragung war zu gut für die Verantwortlichen, um auf die Kritiker zu hören. Die sahen im Turnier einen Teil des Sportswashing, mit dem das Königreich Saudi-Arabien von seinen Verstößen gegen Menschenrechte ablenken und sein Image verbessern wolle.
Nach zwei Jahren war aber ohnehin Schluss. Die Sicherheitslage nach dem Beginn des Iran-Krieges und die stete Kritik führten zur Kündigung vor dem Ende des Vertrags und vor allem zum Verzicht auf eine ursprünglich angedachte Verlängerung. Bei den Saudis steht nun Männer-Tennis höher im Kurs.
So ist das Preisgeld für die Finals in diesem Jahr wieder auf immer noch beachtliche zehn Millionen Dollar gesunken. In Zukunft muss der Gürtel jedoch möglicherweise noch enger geschnallt werden. Denn der WTA fehlt es an Einnahmen und Sponsoren, und es wird nicht einfacher.
2023 stieg die britische Private-Equity-Firma CVC Capital Partners, die unter anderem auch im Fußball, Rugby und Kricket engagiert ist, ein und bezahlte fünf Jahre lang 30 Millionen Dollar (27 Mio. Euro) jährlich – 2027 zum letzten Mal. Auch dieser Betrag muss irgendwie aufgefangen werden.
(USA, 10.000.000 Dollar, Hartplatz)
| Spielplan: | ||
| Marta Kostjuk (UKR/9) | Linda Noskova (CZE/8) | Sonntag |
| Coco Gauff (USA/4) | Jessica Pegula (USA/5) | Sonntag |
| Tabelle: | ||||
| 1. | Marta Kostjuk (UKR/9) | 0 | -:- | 0 |
| . | Coco Gauff (USA/4) | 0 | -:- | 0 |
| . | Jessica Pegula (USA/5) | 0 | -:- | 0 |
| . | Linda Noskova (CZE/8) | 0 | -:- | 0 |
| Spielplan: | ||
| Aryna Sabalenka (BLR/2) | Karolina Muchova (CZE/7) | Montag |
| Mirra Andrejewa (RUS/3) | Jelina Switolina (UKR/6) | Montag |
| Tabelle: | ||||
| 1. | Aryna Sabalenka (BLR/2) | 0 | -:- | 0 |
| . | Mirra Andrejewa (RUS/3) | 0 | -:- | 0 |
| . | Jelina Switolina (UKR/6) | 0 | -:- | 0 |
| . | Karolina Muchova (CZE/7) | 0 | -:- | 0 |