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Die Superbike-WM 2026 ist nicht so verlaufen, wie es sich Álvaro Bautista und sein Ducati-Team Barni Racing gewünscht haben. Vielmehr beschleunigte die neue V4R den Abwärtstrend des leichtgewichtigen Spaniers, der mit der Einführung der kombinierten Gewichtsregel vor drei Jahren begann.
Es gab aber auch in diesem Jahr Momente, in denen der 41-Jährige seine Klasse zeigen konnte. Bei seinem einzigen Podium auf Phillip Island (Platz 3 im zweiten Lauf), mit drei vierten Plätzen in Assen und auch bei seinem Heimrennen auf dem Circuito de Jerez. Mit vierten Plätzen in den langen Rennen und Platz 6 im Superpole-Race markierte das Saisonfinale hinsichtlich der erbeuteten WM-Punkte sein zweitbestes Rennwochenende in diesem Jahr.
Bitter: Im letzten Rennen fuhr Bautista die meiste Zeit an dritter Stelle, als fünf Runden vor dem Tropfen aus den dunklen Wolken über der Rennstrecke fielen und der zweifache Superbike-Weltmeister in der letzten Runde von Ducati-Markenkollegen Sam Lowes vom Podestplatz verdrängt wurde . «Ich habe noch einmal mein Potenzial gezeigt. Das Podium habe ich zwar verpasst, aber nur um eine Kleinigkeit», weiß der Spanier. «Als es in manchen Bereichen der Rennstrecke tröpfelte, fehlte mir eine Referenz. Herauszufinden, wo es gefährlich ist und wo nicht, ist schwierig – Sam hatte mich als Referenz.»
Gleichzeitig bestätigt Bautista die Vermutung von Lowes, dass die Reifen das Zünglein an der Waage waren. «Ich habe aber auch etwas langsamer gemacht, weil ich Probleme mit den Reifen bekam. In der letzten Runde versuchte ich noch einmal, das Tempo anzuziehen, aber der Reifen hatte sich abgekühlt und ich hatte keinen Grip und keine Traktion. In dem Moment dachte ich, dass ein dritter Platz zwar schöner wäre, ein Finish aber sicherer», betonte der Ducati-Pilot mit den insgesamt meisten Siegen. «Ich habe solide Rennen abgeliefert, auch im zweiten Lauf. Meine Starts waren gut, die Pace ebenso und ich fuhr einen Vorsprung auf Sam heraus. Dass in den letzten Runden der Regen dazwischenkam, war keine normale Situation. Es war besser, ins Ziel zu kommen, als im Kiesbett zu landen.»
Bemerkte Bautista die von hinten drohende Gefahr durch den Engländer? «Ich habe realisiert, dass er aufholte, konnte aber nichts dagegen tun», beteuerte der bald 42-Jährige. «Als ich sah, wie sich der Abstand veränderte, wusste ich, dass er mich schnell einholen würde. Mit meinen Reifen war ich machtlos und es wäre dumm gewesen, die Position auf Teufel komm raus zu verteidigen, wenn ich nicht die Mittel dafür habe.»
Bautista beendete die Superbike-WM 2026 mit 167 Punkten auf dem neunten Rang.