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In der Bezirksliga Süd hat sich FC Spitz Attnang im Derby gegen den Vöcklabrucker Sportclub mit einem 1:1 begnügen müssen. Nach dem frühen 1:0 durch Mario Oberansmayr hatte die Troppmair-Elf das Spiel vor allem vor der Pause gut im Griff, ließ aber das zweite Tor liegen. Benjamin Troppmair brachte den Knackpunkt danach klar auf den Punkt: „Wir hätten das 2:0 machen müssen.“
Attnang bekam genau das Spiel, das Benjamin Troppmair erwartet hatte: intensiv, bissig und mit vielen harten Duellen. Vor allem in der ersten Halbzeit waren die Gastgeber nach Einschätzung ihres Trainers klar besser und ließen den Gast nur schwer ins Spiel kommen. „Wir waren extrem bissig, zweikampfstark, aggressiv. Alles, was man für ein Derby braucht, haben wir am Platz gebracht“, sagte Troppmair nach dem Schlusspfiff. Belohnt wurde dieser Auftritt schon in der 12. Minute. Das 1:0 fiel nach einem kurz abgespielten Eckball, der Ball kam auf die zweite Stange, wurde noch einmal hineingebracht und Mario Oberansmayr machte die Führung. Dass Attnang mit einem 1:0 in die Pause ging, passte aus Sicht des Trainers zum Verlauf der ersten Hälfte.
Gerade deshalb blieb bei den Gastgebern nach dem Schlusspfiff auch das Gefühl zurück, dass an diesem Nachmittag mehr drinnen gewesen wäre. Troppmair machte den entscheidenden Punkt mehrfach an derselben Stelle fest: Attnang verpasste das 2:0. Schon vor der Pause blieb diese Möglichkeit liegen, und auch nach dem Seitenwechsel waren die Chancen da, um den Vorsprung auszubauen. Karim Ameti und Mücahid Ceylan hatten laut ihrem Trainer die Gelegenheiten dazu. „Wir haben in der ersten Halbzeit verabsäumt, dass wir das 2:0 machen und vielleicht den Sack zumachen. Wir haben dann auch in der zweiten Halbzeit die Riesenchance auf das 2:0 gehabt“, sagte Troppmair. Für ihn war damit auch klar, warum die Partie bis zum Ende offen blieb. „Wenn du dann nur mit einem Tor in Führung bist, musst du immer zittern, dass du einen Ausgleich kriegst.“
Mit zunehmender Spieldauer änderte sich das Bild dann trotzdem. Troppmair erklärte, dass das Anlaufen seiner Mannschaft nach der Pause nicht mehr so gut funktionierte wie noch vor dem Seitenwechsel. Dadurch bekam Vöcklabruck mehr Räume, und genau dort zeigte der Gast seine spielerische Qualität. „In der zweiten Halbzeit hat das Anlaufen nicht mehr so funktioniert, dann haben sie ein bisschen mehr Räume gekriegt und dann hat man natürlich auch die spielerische Klasse gesehen“, sagte der Attnang-Trainer. Das Spiel sei in dieser Phase etwas in Richtung der Gäste gekippt. Der späte Ausgleich passte aus seiner Sicht daher ins Gesamtbild der zweiten Hälfte: Nach einem Freistoß traf Kristijan Augustinovic in der 89. Minute zum 1:1. Bitter war das für Attnang natürlich trotzdem, weil der Sieg so kurz vor Schluss noch wegrutschte.
Trotz des späten Dämpfers wollte Troppmair seiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Im Gegenteil: Mit der Art, wie Attnang dieses Spiel angenommen hat, war er ausdrücklich zufrieden. „Mit der Leistung war ich sehr, sehr zufrieden“, betonte er, weil sein Team über weite Strecken genau das umgesetzt habe, was gegen einen spielstarken Gegner nötig ist. Die Lehre aus diesem 1:1 ist für ihn trotzdem eindeutig: Solche Spiele muss man mit dem zweiten Tor früher beruhigen. Positiv hob der Attnang-Coach auch das Schiedsrichtergespann hervor. „Das war top. Das war einem Topspiel würdig. Sie haben wirklich eine sehr, sehr gute Leistung gebracht“, sagte Troppmair. So bleibt für Attnang am Ende ein Punkt, der ordentlich erarbeitet war, aber eben auch das Gefühl, dass diesmal mehr möglich gewesen wäre.
89
Kristijan Augustinovic 1:1
Mario Oberansmayr 1:0