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Entscheidung vertagt: Formel 1: Antonelli gewinnt in Austin - Titel ganz nah

Der Italiener Kimi Antonelli ist beim Grand Prix der USA zum Sieg gefahren. Da die Konkurrenz aber nicht mitspielte, vertagt sich die Entscheidung um den Weltmeistertitel.

Fast wäre es das perfekte Wochenende für Kimi Antonelli geworden. Doch die Konkurrenz hatte etwas dagegen. Mit einer Zeit von 1:35:16 und 13 Sekunden Vorsprung gewann er das Rennen in Austin Texas. Es ist sein neunter Saisonsieg in der Formel 1. Zweiter wurde Charles Leclerc, Max Verstappen kam als Dritter über die Ziellinie.

Weil Lewis Hamilton Vierter und Mercedes-Teamkollege George Russell Achter wurden, reicht Antonellis Sieg aber noch nicht, um den WM-Titel zu feiern. Sie sammelten genug Punkte, um zumindest theoretisch noch ins Titelrennen eingreifen zu können. Das das passiert ist unwahrscheinlich. Antonelli liegt mit 365 Punkten nun 123 Punkte vor Russell, bei noch 125 zu vergebenden Zählern. Der WM-Titel ist zum Greifen nah.

Pole als Basis

Die Basis für ein erfolgreiches Rennen hatte Antonelli mit einer unerwarteten Pole-Runde im Qualifying gelegt. Auf den Punkt genau hatte der Youngster die anhaltenden Probleme mit überhitzenden Reifen in den Griff bekommen und sich so die ideale Ausgangslage für den WM-Matchball verschafft.

"Ich habe gut geschlafen, es ist nur ein weiteres Rennen, auch wenn der Kontext ein wenig anders ist", sagte Antonelli vor dem Start bei Sky und gab zu, doch ein wenig nervös zu sein: "Es würde mir viel bedeuten, das Wochenende gut abzuschließen."

Antonelli mit Traumstart

Die erste Aufgabe, die Führung am Ende der steilen Start- und Zielgeraden zu verteidigen, gelang Antonelli mit Bravour. Antonelli erwischte einen Traumstart und ließ Verstappen auf dem zweiten Startplatz keine Chance für einen Angriff. In den ersten Runden hielt der Youngster den viermaligen Weltmeister problemlos auf Abstand.

Einen Vorteil im Fernduell mit Russell erhielt Antonelli durch eine Fünf-Sekunden-Strafe für den Briten. Russell hatte in der ersten Runde im Duell mit Oscar Piastri (McLaren) die Strecke verlassen und dadurch einen unerlaubten Vorteil erlangt.

Ein-Stopp-Strategie

Antonelli war mit Medium-Reifen gestartet, Mercedes reagierte auf die frühen Boxenstopps der Rivalen nicht und setzte anders als die Konkurrenz auf eine Ein-Stopp-Strategie - es sollte die klügere Wahl sein. Verstappen machte auf frischen Softs Druck, vorn hielt Antonelli die Rundenzeiten konstant.

In der 25. Runde wechselte Antonelli auf die harte Mischung und nahm Kurs auf den Sieg. Verstappen schimpfte derweil über Probleme an seinem "unfahrbaren" Boliden. Antonelli hatte nach Verstappens zweitem Stopp die Aufgabe, seine Reifen zu managen und an der Spitze die Verfolger auf Abstand zu halten. Das gelang dem designierten Champion mühelos.

Titel zum Greifen nah

Die nächste Chance den WM-Titel perfekt zu machen, hat Antonelli kommende Woche in Mexiko-Stadt. Dort könnte ein neunter Platz reichen, um sich zum jüngsten Formel-1-Weltmeister aller Zeiten zu krönen. Bisher hält Sebastian Vettel diesen Rekord inne, der 2010 beim ersten seiner letztlich vier WM-Titel 23 Jahre alt war.

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