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Alex Corretja verrät, was ihn an Rafael Jódar überrascht hat
© FS_Tennis1 / X / Fair Use

Rafael Jodar ist in der Tenniswelt derzeit in aller Munde.

Von dem jungen Spanier erwarten viele Experten, dass er in den kommenden Jahren einen großen Sprung machen wird. Sein Talent hat Jodar allerdings schon jetzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Tennisexperten und Analysten trauen ihm im kommenden Jahr zahlreiche Erfolge zu.

Der frühere Weltranglistenzweite Alex Corretja sieht für Rafael Jodar eine äußerst vielversprechende Zukunft. Zugleich räumte der Spanier ein, dass er nicht damit gerechnet habe, dass der 20-Jährige schon so früh in seiner Karriere um einen Platz in den Top 10 kämpfen würde.

Jodar gehört zu den Spielern, die 2026 den größten Sprung gemacht haben. Der junge Spanier war zu Saisonbeginn noch außerhalb der Top 100 geführt worden. Nach seinem Einzug ins Finale des Masters-1000-Turniers von Shanghai steht er nun kurz vor den Top 10.

Am Samstag besiegte Jodar den früheren Weltranglistenersten Daniil Medvedev mit 6:3, 6:4 und zog damit erstmals in seiner Karriere in ein Masters-1000-Finale ein.

Vor dem Halbfinale sprach Corretja bei einer Veranstaltung von Asics über seinen Landsmann. Der zweimalige French-Open-Finalist erklärte, er habe zwar mit einer erfolgreichen Saison Jodars gerechnet – allerdings nicht in diesem Ausmaß.

„Was er leistet, ist unbeschreiblich. Was er in diesem Jahr macht, ist überhaupt nicht normal. Ich dachte, wenn er das Jahr als Nummer 70 der Welt beendet, wäre das bereits ein Erfolg. Ich hätte nie gedacht, dass er in die Nähe der Top 10 kommen würde. Er versteht das Spiel sehr gut und hat eine beeindruckende Zukunft vor sich“, sagte Corretja laut einer aus dem Spanischen übersetzten Aussage.

Der frühere spanische Tennisspieler verfolgt Jodars Entwicklung bereits seit geraumer Zeit. Anfang dieses Jahres lobte er zudem die Mentalität des jungen Spielers und dessen Fähigkeit, sich gegen erfahrene Gegner zu behaupten.

Im April gewann Jodar in Marrakesch seinen ersten ATP-Titel. Später erreichte er das Finale von Washington, wo er Taylor Fritz unterlag.

Auch bei den Grand-Slam-Turnieren überzeugte der Spanier. Bei den French Open zog er ins Viertelfinale ein, ehe er gegen Alexander Zverev verlor.

In Shanghai musste Jodar hart für den Einzug ins Halbfinale kämpfen. In vier aufeinanderfolgenden Partien, darunter auch im Viertelfinale gegen Casper Ruud, musste er jeweils den Verlust des ersten Satzes wettmachen.

Gegen den Norweger setzte sich Jodar mit 4:6, 6:4, 6:3 durch. Einen Tag später besiegte er Medvedev in zwei Sätzen und wurde damit zum jüngsten Finalisten in der Geschichte des Shanghai Masters.

Corretja lobte bereits zuvor Jodars Mentalität

Im August hatte Corretja in einem weiteren Interview erklärt, was ihn am jungen Spanier besonders beeindrucke.

Der frühere Weltranglistenzweite sagte, Jodar unterscheide sich aufgrund seines Auftretens während der Matches deutlich von vielen Spielern seines Alters.

„Er besitzt ein spektakuläres Kämpferherz. Er liebt nicht nur das Gewinnen, sondern – soweit ich das inzwischen erkennen kann – er hasst es zu verlieren“, sagte Corretja damals laut einer aus dem Spanischen übersetzten Aussage.

Der 51-Jährige äußerte sich auch zu den spielerischen Qualitäten des Spaniers. Dabei hob er dessen Fähigkeit hervor, den Ball mit großer Geschwindigkeit zu schlagen, sowie seine Beweglichkeit auf dem Platz.

Gleichzeitig wies Corretja darauf hin, dass der Youngster noch an einigen Bereichen arbeiten müsse – unter anderem an seinem Aufschlag und seiner körperlichen Vorbereitung.

Damals war Jodar gerade ins Finale von Washington eingezogen und auf Platz 15 der Weltrangliste geklettert. Sein Aufstieg hatte sich nur wenige Monate nach dem Beginn seiner regelmäßigen Teilnahme an der Profitour vollzogen.

Corretja betonte, dass der aus Madrid stammende Spieler körperlich noch zulegen müsse, da die große Zahl an Turnieren im Saisonverlauf äußerst fordernd werden könne.

Auch während der Sandplatzsaison hatte der frühere French-Open-Finalist Jodar gelobt. Nachdem der Spanier das Viertelfinale von Roland Garros erreicht hatte, erklärte Corretja, Jodar entwickle sich sehr schnell. Zugleich sei es wichtig, den richtigen Turnierkalender zu wählen.

Bei der jüngsten Asics-Veranstaltung sprach Corretja außerdem über Alejandro Davidovich Fokina, einen weiteren Spanier, der derzeit eine starke Phase erlebt.

Davidovich Fokina besiegte Zverev im zweiten Halbfinale von Shanghai mit 5:7, 6:4, 6:3. Für den 27-Jährigen ist es das zweite Masters-1000-Finale und damit eine weitere Chance, ein großes Turnier zu gewinnen.

Corretja sagte, Davidovich Fokina habe in seinem Tennis, seinem Team und seinem Privatleben mehr Stabilität gefunden.

Der frühere spanische Spitzenspieler äußerte sich zudem zur Situation im Männer-Tennis. In einer von Verletzungen von Carlos Alcaraz, Jannik Sinner und Jack Draper geprägten Saison hätten sich mehreren Spielern Chancen auf große Erfolge eröffnet.

Außerdem freue er sich darüber, dass junge spanische Spieler wie Martin Landaluce und Daniel Merida Fortschritte machen.

Für Jodar steht unterdessen die nächste große Herausforderung an. Am Sonntag trifft der 20-Jährige im rein spanischen Finale von Shanghai auf Davidovich Fokina. Beide Spieler kämpfen um ihren ersten Titel bei diesem Turnier.

Für das vielversprechende Talent wird es nun entscheidend sein, sich vor dieser wichtigen Aufgabe voll und ganz zu konzentrieren.

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