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Seit zwei Jahren hält Jeff Chabot den Laden hinten beim VfB Stuttgart zusammen. Nach seinem Wechsel vom 1. FC Köln entwickelte sich der 28-Jährige zum echten Abwehrchef in Bad Cannstatt. Das hat er erst am Samstagabend beim umkämpften 1:0-Sieg der Schwaben gegen Werder Bremen wieder einmal unter Beweis gestellt. Im Privatduell mit Niclas Füllkrug ging Chabot als Sieger vom Feld. Dabei präsentierte sich der VfB-Innenverteidiger gewohnt kompromisslos und wusste genau, wie er am Rande der Legalität und manchmal leicht darüber hinaus in die Zweikämpfe gehen muss.
Stuttgart hat in der letzten Zeit eine positive Dreckigkeit entwickelt, für die keiner auf dem Platz mehr steht als Chabot. Mit so einer Form und vor allem einer solchen Konstanz sollte der VfB-Star auch ein ernsthaftes Thema für Jürgen Klopp beim DFB-Team werden.
Chabot ist in erster Linie ein echtes Zweikampfmonster. In der vergangenen Bundesliga-Saison hatte der Deutsche eine Zweikampfquote von 68 Prozent, ligaweit war nur Luka Vuskovic (ehemalig HSV, 70,4 Prozent) besser. Egal ob in der Luft oder auf dem Boden: An Chabot führt nur selten ein Weg für den gegnerischen Angreifer vorbei.
Außerdem ist der 28-Jährige ein Linksfuß, was immer gerne gesehen ist. Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Aufbauspiel hat sich Chabot mit der Zeit beim VfB wirklich stark mit dem Ball am Fuß verbessert. Hierbei kann keinesfalls mehr von einem auffälligen Schwachpunkt die Rede sein. Das wohl größte Defizit weist Chabot hingegen im Tempo auf. Jedoch gleicht der Verteidiger das häufig mit seinem exzellenten Stellungsspiel aus.
Doch von wem sollte Chabot den Platz im DFB-Team erhalten? Die von Jürgen Klopp nominierten Innenverteidiger für die Nations-League-Partien gegen Serbien und die Niederlande sind Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Malick Thiaw, Waldemar Anton und Teamkollege Finn Jeltsch.
Die formstärkten Abwehrspieler hierunter sind Schlotterbeck und Anton, die beide gesetzt sein sollten. Jeltsch ist so wertvoll, weil er variabel einsetzbar ist und auch auf der Rechtsverteidigerposition aushelfen kann. Bleiben Tah und Thiaw übrig. Der Bayern-Innenverteidiger ist nicht sonderlich gut drauf und hat aktuell ungewohnte Wackler in seinem Spiel drin. Jedoch hat er sich wahrscheinlich in den vergangenen Jahren einen zu hohen Kredit erspielt, um gestrichen zu werden. Dementsprechend würde die logische Wahl auf Thiaw fallen, der sich mit Newcastle United aktuell in einer eher schwierigen Phase befindet und auch immer wieder kleine Fehler in sein Spiel einbaut.