flag
back Zurück
„So was noch nie erlebt“: Siegsdorfs Neuzugänge träumen plötzlich vom direkten Wiederaufstieg
Maximilian Damoser (recht) und Peter Horn haben beim TSV Siegsdorf schnell Fuß gefasst.
Maximilian Damoser (recht) und Peter Horn haben beim TSV Siegsdorf schnell Fuß gefasst. © Bildmontage: rm

Landesliga-Erfahrung, Bezirksliga-Abstieg und jetzt plötzlich wieder Aufstiegsrennen: Beim TSV Siegsdorf läuft es besser als erwartet. Zwei Neuzugänge erklären, was den Verein so besonders macht – und wie weit es in dieser Saison noch gehen soll.

von Rudi Mayer

Siegsdorf – Der TSV Siegsdorf ist nach dem Abstieg aus der Bezirksliga offenbar fest entschlossen, nicht lange auf die Rückkehr zu warten. Mit dem knappen 2:1 im Spitzenspiel gegen den TSV Teisendorf setzte der Kreisliga-Absteiger ein weiteres Ausrufezeichen und schob sich mit 20 Punkten auf Rang vier – nur zwei Zähler fehlen auf Spitzenreiter SV Saaldorf. Die Siegsdorfer sind damit mittendrin im Aufstiegsrennen und haben längst wieder höhere Ziele im Blick.

Im Gespräch mit beinschuss.de erzählen die Neuzugänge Maximilian Damoser und Peter Horn, warum sie sich trotz ihrer Vergangenheit im höherklassigen Fußball für Siegsdorf entschieden haben, was den Verein für sie so besonders macht und wie weit die Reise in dieser Saison gehen kann. Während Damoser nach einer halbjährigen Fußballpause beim TSV seine neue Heimat gefunden hat, will Horn nach wenig Einsatzzeit beim SBC Traunstein in Siegsdorf den nächsten Schritt machen – und denkt dabei durchaus an Fußball auf möglichst hohem Niveau.

TSV Siegsdorf: Neuzugänge Damoser und Horn sprechen über den Traum vom Wiederaufstieg

Max, du bist zwar ein Mehringer Urgewächs, hast aber zuletzt vom Landesligisten TSV Kastl kommend den Verein zum TSV Siegsdorf gewechselt! Was waren deine Beweggründe für diesen Schritt?

Maximilian Damoser (Neuzugang beim TSV Siegsdorf vom TSV Kastl): „Die Beweggründe sind relativ einfach erklärt! Ich habe eine berufliche Veränderung mit Umzug nach Traunstein hinter mir, habe bei dieser Gelegenheit dann erst einmal eine fast halbjährige Pause im Fußball eingelegt. Danach ist aber meine sportliche Vorliebe und mein Verlangen danach so groß geworden, dass ich mir einen neuen hier ansässigen Verein gesucht und mit dem TSV Siegsdorf auch gefunden habe. Alles hier ist sehr familiär aufgebaut, das hat mich sehr angesprochen und ich habe es bis zum heutigen Tage noch nicht eine einzige Minute bereut.“

Du bist mit einer relativ kurzen Eingewöhnungsphase inzwischen mit einem MVP-Wert von 99 Prozent als Zweitbester deiner Mannschaft ausgezeichnet! Wenn man sich nicht gänzlich „sauwohl“ fühlen würde, kämen wahrscheinlich solche hohen Werte nicht zustande. Ist das so?

Damoser: „Das kann ich nur zu gut unterschreiben! Ich habe sowas wie hier beim TSV Siegsdorf noch nie erlebt. Hier wird dir der Rücken freigehalten, du kannst dich komplett auf den Fußball konzentrieren. Sowas Vorbildliches habe ich bisher noch nicht gesehen. Ich war ja auch einmal in Mehring als sportlicher Leiter im Amt, aber was ich hier in Siegsdorf bezüglich Entgegenkommen, Menschlichkeit und Kameradschaft erlebe, das ist aller Ehren wert – hier fühle ich mich sauwohl.“

Wie intensiv erlebst du momentan den Unterschied zwischen Landesliga- und Kreisliga-Fußball?

Damoser: „Der Unterschied liegt eindeutig darin, dass du es in der Landesliga mit starken Mannschaften aus München zu tun hast, die dich, wenn sie gut drauf sind, auf dem Feld zerpflücken können. Wenn die mal einen schlechten Tag haben, dann kannst du als Dorfmannschaft auch hin und wieder ein Spiel gewinnen – so einfach, aber intensiv kann hier der Unterschied sein! In der Kreisliga sieht das wieder ganz anders aus – hier wird vieles über hohen körperlichen Einsatz und Kampfgeist entschieden.“

Wie sieht dein ganz persönliches Ziel mit dem TSV Siegsdorf aus?

Damoser: „Solange wie irgendwie möglich oben mitspielen! Aber man darf durchaus gerne einen Schritt weiterdenken, wenn ich behaupte, dass bei uns und auch bei unserem Trainer im Hinterkopf der Wiederaufstieg in die Bezirksklasse kein utopischer Gedanke ist.“

Zwei Neuzugänge, ein Ziel: Siegsdorf will zurück in die Bezirksliga

Von der Landesliga beim SBC Traunstein in die Kreisliga zum TSV Siegsdorf! Was hat dich zu diesem Wechsel motiviert?

Peter Horn (Neuzugang beim TSV Siegsdorf vom SBC Traunstein): „Ich habe ja beim SBC Traunstein kaum Einsatzzeiten gehabt, das hatte ich mir auch etwas anders vorgestellt! Der Wechsel zum TSV Siegsdorf lag für mich förmlich auf der Hand, weil hier sieben bis acht Spezl von mir, mit denen ich privat eng befreundet bin und auch unter der Woche sehr viel unternehme, zusammen in der Mannschaft spielen. Unter diesen Voraussetzungen war mir der Wechsel nicht schwergefallen.“

Dürfen wir vermuten, dass du nach Durchlaufen der ganzen kostenintensiven Jugendförderstufen beim SBC Traunstein nun in Vereinsabsprache hier in der Kreisliga beim TSV Siegsdorf soweit Erfahrungen sammeln sollst, um in 1-2 Jahren als fertiger Spieler zum SBC zurückzuwechseln, denn du bist gerademal 20 Jahre jung?

Horn: „Ja, vermuten darf man viel (lacht herzlich)! Das muss man alles abwarten, wie sich in Siegsdorf der Fußball weiterentwickelt. Ich habe da keine Probleme damit, die nächsten zehn Jahre hier beim TSV zu kicken, möchte aber auch nicht unerwähnt lassen, dass ich schon für meine weitere fußballerische Entwicklung gerne so hoch wie möglich spielen möchte.“

Mit welchen Augen siehst du dein Team, bist du gut aufgenommen worden und hast du dich schon komplett integrieren können?

Horn: „Ich habe kaum eine Integrationsphase gebraucht! Wie vorhin schon angesprochen, kenne ich alle Spieler aus meiner Schulzeit noch, als wir morgens zusammen in die Schule gefahren sind. Da braucht’s keine große Eingewöhnungsphase – wir kennen uns alle bestens!“

Die Kreisliga 2 ist diese Saison eine außerordentlich starke Gruppe, in der bis zu neun Mannschaften noch Meister werden können! Am Ende wird derjenige oben stehen, der die wenigsten Verletzten und das meiste Glück verbuchen konnte. Siehst du euch auch da oben stehen?

Horn: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bei gleichbleibender Leistung, so wie wir sie bisher abgeliefert haben, am Ende der Saison mit oben stehen werden! Ob es dann für den Aufstieg reichen wird, mei, da müssen wir schauen, denn wie du schon sagst, brauchst du mit den verletzten Spielern auch schon ein wenig Glück.“ (rm)

Könnte Ihnen gefallen

Neuer Co-Trainer Bodzek mit dabei: Die Bilder zum ersten Langeneke-Training – sein Fokus fällt so...

Rheinische Post vor 11 Stunden

BVB stümpert wieder – doch seine Fans lassen alle staunen

Der Westen vor 5 Stunden

Pflichtsieg, aber kein Befreiungsschlag: Stars und Fans rätseln über BVB – nur Kovac ist begeistert

Der Westen vor 4 Stunden

BVB, Noten und Einzelkritiken zu Borussia Dortmund bei Sabah FK: Neben Serhou Guirassy überzeugt ...

SPOX.com vor 4 Stunden

Schalke-Legende Klaas-Jan Huntelaar feiert Fußball-Comeback

RUHR24 vor 5 Stunden