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Barca zeigte sich beim Gewinner der Königsklasse in den vergangenen beiden Saisonen über weite Strecken ebenbürtig, erst im Finish lenkten die Pariser die Partie in ihre Richtung. „Da waren wir nicht mehr frisch genug“, meinte Trainer Hansi Flick. „Am Ende hat PSG gezeigt, dass sie eine bessere Mannschaft sind als wir. Sie haben enorme Qualität im Umschaltspiel. Wir haben dieses fantastische Spiel verloren, aber viel daraus gelernt.“
Schon am Sonntag wartet auf Barcelona das nächste große Highlight – Erzrivale Real Madrid gastiert im Camp Nou. „Das Spiel gegen Paris hat überhaupt keinen Einfluss auf den ‚Clasico‘“ sagte Raphinha, der trotz der späten Niederlage in Paris von einem „guten Test“ sprach: „Wir haben uns gut präsentiert.“ Auch sein Trainer Flick gab sich im Hinblick auf das Duell mit den „Königlichen“ zurückhaltend. „Im Oktober gewinnt man keine Titel.“
Während die Katalanen die spanische Liga fünf Punkte vor Real anführen, ist PSG in Frankreichs Ligue 1 nur Zweiter. Der Hauptstadt-Club rotiert in Ligaspielen stark, um für Highlights in der Champions League wie gegen Barca oder davor beim 4:2 bei Manchester City gerüstet zu sein.
Die schwächere nationale Konkurrenz im Vergleich zu anderen europäischen Topclubs erwies sich schon in den vergangenen beiden Saisonen als Trumpf für die Pariser. Als Champions-League-Topfavorit sieht Coach Luis Enrique sein Team jedoch nicht. „Die wichtigen Spiele kommen erst in der K.o.-Phase. Aber mit unseren Fans im Rücken ist alles möglich“, sagte der frühere Barca-Trainer.
PSG zahlte für den Prestigesieg allerdings einen hohen Preis. Denn der georgische Torjäger Khvicha Kvaratskhelia erlitt gegen Barcelona einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie. Dazu muss Trainer Enrique in den kommenden Wochen auf Weltfußballer Ousmane Dembele und Marquhinos mit nicht genauer definierten Verletzungen am Oberschenkel verzichten.
Am Dienstag fielen die PSG-Anhänger allerdings nicht nur positiv auf. Sie zeigten vor dem Spiel ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Massacre a la parisienne“ („Massaker auf Pariser Art“). Darauf war ein maskierter Mann abgebildet, der mit einer blutigen Kettensäge das Vereinswappen des FC Barcelona zerstörte.
Er erinnerte an die Hauptfigur „Leatherface“ des Horrorfilms „The Texas Chainsaw Massacre“. Der FC Barcelona werde das Banner beim UEFA-Delegierten melden, berichteten die Nachrichtenagentur EFE sowie die Zeitung „La Vanguardia“ unter Berufung auf Informationen aus Vereinskreisen der Katalanen.
Leichte Aufregung herrschte auch in Baku, und zwar wegen der Duschen im dortigen Olympiastadion. Die Dortmund-Profis um Marcel Sabitzer und Canrey Chukwuemeka verließen die Arena nach dem 2:1 gegen Sabah ungeduscht. „Uns wurde gesagt, dass wir hier nicht duschen sollen“, erzählte Coach Niko Kovac.
Sportdirektor Ole Book ergänzte: „Ich glaube, die Duschen waren etwas einladender im Hotel. Deshalb schauen wir, dass die Spieler schnell dahin kommen.“ Präzisieren wollte Book seine Aussagen nicht. „Das kann man sich ja ein bisschen ausmalen“, sagte der Funktionär. Die Duschen seien „nicht ganz so schick“.