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Alexander Zverev steht als neue Nummer eins der Tennis-Weltrangliste fest. Ausgerechnet Daniil Medvedev – mit dem der Deutsche eine komplizierte Vorgeschichte verbindet – findet dafür bemerkenswert anerkennende Worte.
Die Beziehung zwischen Alexander Zverev und Daniil Medvedev gilt seit Langem als angespannt – nicht zuletzt seit einem verbalen Schlagabtausch der beiden im April 2023 in Monte-Carlo. Dass der Hamburger nun bald Jannik Sinner an der Spitze des ATP-Rankings ablöst, ringt allerdings auch dem Russen großen Respekt ab. "Sascha Zverev hat absolut brillant gespielt, und er hat alles verdient, was er erreicht hat", erklärte Medvedev im Gespräch mit "Championat". Spätestens zum Jahresende steht Zverev als neue Nummer eins fest.
Besonders die Konstanz des zweimaligen Grand-Slam-Siegers beeindruckt den 30-Jährigen. "Er ist die Nummer eins der Welt und unglaublich beständig", betonte Medvedev. Selbst beim Masters in Shanghai habe Zverev trotz nicht optimaler Leistung das Halbfinale erreicht – dort unterlag er dem späteren Turniersieger Alejandro Davidovich Fokina. "Genau darum geht es bei Stärke. Genau darum geht es bei Beständigkeit, und deshalb hat er es verdient", so Medvedev.
Zverevs Saison liest sich tatsächlich herausragend: Bei den French Open sicherte sich der Deutsche seinen ersten Grand-Slam-Titel, in Wimbledon stand er im Finale gegen Sinner , und bei den US Open holte er den zweiten Major-Triumph. Hinzu kam ein Halbfinaleinzug bei den Australian Open.
Dass Zverev von den Ausfällen seiner größten Konkurrenten profitierte, verschweigt Medvedev nicht. Carlos Alcaraz fehlte in Paris verletzt, Sinner beendete nach Knieproblemen bei den US Open wenig später seine Saison. Der Russe zog im "Championat"-Interview einen historischen Vergleich: Schon zu Zeiten der "Big Four" hätten sich die Chancen für andere Spieler vergrößert, sobald auch nur einer der Topstars ausfiel. Sinner und Alcaraz bildeten heute eine ähnliche Spitzengruppe – wenn beide fit seien, habe es jeder Gegner schwer.
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Medvedev selbst räumte ein, weit von der Weltspitze entfernt gewesen zu sein – er sei in dieser Saison nicht einmal ins Viertelfinale eines Grand Slams vorgedrungen. (red)