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EC Bad Nauheim: Viel Aufwand, kein Ertrag
EC Bad Nauheim
Das Siegtor zum 2:1 für Crimmitschau. Logan Will trifft per Bauerntrick. Vier Rote Teufel können nicht mehr eingreifen. © ALEX GRIMM

Der EC Bad Nauheim kassiert bei den Eispiraten Crimmitschau die nächste Niederlage - das Schema kennt man.

Ein Tor zu wenig. Ein Fehler zu viel. Im Abschluss nicht zwingend. Alles beim Alten also. Der EC Bad Nauheim verliert am neunten Hauptrunden-Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga 2 bei den Eispiraten Crimmitschau mit 1:2 (1:2, 0:0, 0:0). Den einzigen Treffer der Roten Teufel vor 2382 Zuschauern im Sahnpark erzielte Matt Marcinew. „Am Ende ist Eishockey Ergebnissport. Es ist frustrierend. Wir können uns nicht viel vorwerfen, brauchen vielleicht mal ein dreckiges Tor“, sagt Stürmer Marco Pfleger im Livestream bei Sporteurope.tv.

Jerry Kuhn war bei Bad Nauheim wie angekündigt zwischen die Pfosten zurückgekehrt. Als überzähliger Ü-Spieler musste erneut Justin Volek zuschauen.

Für die Gäste gab‘s früh einen Nackenschlag. Ein Puckverlust von Stephen Harper leitete eine Drei-auf-zwei-Situation der Eispiraten ein, und Jarno Kärki düpierte Kuhn mit einem Schuss zwischen die Beine. 106 Sekunden waren da gerade einmal gespielt. Gegen Noah Garthe, der nach einem EC-Aufbau-Fehlpass hätte erhöhen können, war Kuhn zur Stelle (5.). Noch in der gleichen Minute hatten die Hessen ihre erste Chance, als Allan McPherson, den Goldhelm des Topscorers tragend, auf Kevin Reich im Tor der Hausherren zusteuerte, diesen aber nicht überwinden konnte. Der Ausgleich in der siebten Minute kam wie aus heiterem Himmel. Kevin Maginot brachte die Scheibe in Richtung Tor, wo Matt Marcinew dem Keeper die Sicht nahm und entscheidend abfälschen konnte. Die Freude der Badestädter währte nicht lange. Nach einem langen Wechsel der Teufel tauchte Logan Will vor Kuhn auf, lockte diesen mit einer Körpertäuschung auf den Boden und traf per Bauerntrick zur erneuten Führung (10.), als das lange Eck nicht abgesichert war. Erneut war‘s McPherson, der den Ausgleich auf dem Schläger hatte - diesmal traf der Kanadier den Pfosten. Glück für Bad Nauheim: Eine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis passte ins aktuelle Bild der Roten Teufel, blieb aber ohne weitere Folgen.

Bad Nauheim betrieb im zweiten Abschnitt einen immensen Aufwand, doch zeigte die Defensive der Eispiraten, warum sie erst 20 Gegentore kassiert hatte. Die Gäste verbrachten viel Zeit im gegnerischen Spieldrittel. Kompakt wurde von den Hausherren aber das Tor verteidigt, wirklich zwingende Abschlüsse wurden bei insgesamt 29 Torschüssen nicht zugelassen. Einmal stand Harper frei vor Reich, verfehlte aber das Gehäuse (36.). Zuvor waren die Teufel im bis dato einzigen Powerplay glücklos geblieben. Crimmitschau war nach der Chance von Collin Adams (21.) in die Passivität gezwungen worden.

Im Schlussabschnitt verpassten die Hausherren im Powerplay (45./53.) die Vorentscheidung. Bad Nauheim mühte sich, konnte das Tor von Reich aber nicht druckvoll in Gefahr bringen.

EC Bad Nauheim
Dominik Tiffels vom EC Bad Nauheim schüttelt seinen Gegenspieler ab. © ALEX GRIMM

Eispiraten Crimmitschau: Reich - Sacher, McCormick, Dietz, Quaas. Schulz, Fuchs - Brune, Kärki, Will, Adams, Shevyrin, Garthe, Neiger, Streu, Schmid, Hamori, Biggins, Thomas.

EC Bad Nauheim: Kuhn - Erk, Keussen, Maginot, Tiffels, Lemke, Pruden - Preto, Sarault, Marcinew, Harper, McPherson, Pfleger, Schiemenz, Kornelli, Bußmann, Jakovlev, El-Sayed.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (5.) Kärki (Brune), 1:1 (7.) Marcinew (Maginot, Tiffels), 2:1 (11.) Will (McCormick). - SR: Engelmann/Klijberg. - Strafen: Crimmitschau 2, Bad Nauheim 6. - Zuschauer: 2382.

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