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Weiser schützt den Schützen: Werders Elfmeter-Trick in Mainz

Vor Niclas Füllkrugs zweitem Elfmeter beim 3:2-Sieg des SV Werder Bremen gegen Mainz 05 half ihm Teamkollege Mitchell Weiser mit einem Trick.

Bremen/Mainz – Den ersten Elfmeter hatte Niclas Füllkrug sicher versenkt, vor dem zweiten schnappte sich während des 3:2-Erfolgs bei Mainz 05 allerdings überraschend ein anderer Profi des SV Werder Bremen den Ball – Mitchell Weiser. Dabei hatte der Startelf-Rückkehrer überhaupt nicht vor, zu schießen, sondern etwas ganz anderes im Sinn: Er wollte seinen Kollegen Füllkrug vor möglichem Mainzer Trash Talk schützen.

Schätzen und beschützen sich auf dem Platz: Niclas Füllkrug und Mitchell Weiser vom SV Werder Bremen.
Schätzen und beschützen sich auf dem Platz: Niclas Füllkrug und Mitchell Weiser vom SV Werder Bremen. © IMAGO/DeFodi

Werder Bremens besonderer Elfmeter-Trick gegen FSV Mainz 05: Mitchell Weiser schützt den Schützen

„Das ist ja heutzutage so, dass man ein bisschen den Schützen beschützt“, berichtete Füllkrug nach der Partie. Erst kurz vor der Ausführung hatte Weiser dem Top-Torjäger die Kugel übergeben – Füllkrug brachte dann auch Versuch Nummer zwei souverän im Netz unter. Damit hat er in der Bundesliga nun 16 Strafstöße in Serie verwandelt. Die modernen Unsitten vor der Elfmeter-Ausführung gehen dem 33-Jährigen allerdings gewaltig gegen den Strich.

„Auch den Elfmeterpunkt muss man ja mittlerweile beschützen, weil es ein paar Vollidioten gibt, die meinen, da irgendwie drauf rumtreten zu müssen. Wahnsinnig unsympathisch!“, sagte Niclas Füllkrug, ehe er eine verbale Spitze in Richtung des Mainzer Kapitäns Nadiem Amiri abschoss: „Ich habe gerade jemandem im Kopf, der das schon mal gemacht hat.“

Werder Bremens Niclas Füllkrug schimpft über Elfmeter-Unsitten: „Wahnsinnig unsympathisch“

Lange her ist es noch nicht: Im September präparierte Nadiem Amiri den Elfmeterpunkt vor einem Strafstoß für Borussia Mönchengladbach mit den Stollen – Schütze Kevin Diks traf danach nur den Pfosten. Am Ende gewann Mainz mit 4:3. Eine Szene, die in der Bundesliga aufmerksam registriert wurde – und die ihren Teil dazu beitrug, dass Weiser gegen Mainz den Job des Füllkrug-Bodyguards übernahm. (dco)

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