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Endlich gibt es mal wieder positive Kunde aus der Gladbacher Krankenakte! Am Dienstagabend (27. Oktober, 20.45 Uhr, live auf Sky) steht für die Fohlenelf die zweite Pokalrunde gegen den Karlsruher SC an – und ein lange vermisster Profi steht vor der Rückkehr.
„Jens Castrop wird wahrscheinlich erstmals wieder im Kader stehen – sofern nichts Unvorhergesehenes passiert“, verriet Übungsleiter Alexander Blessin während des Mediengesprächs vor dem K.o.-Duell. Diesen Lichtblick präsentierte der Fußballlehrer als wichtigste Neuigkeit.
Auf eine riesige Comeback-Flut braucht am Niederrhein dennoch keiner zu hoffen. Allzu große Sprünge lässt das Aufgebot der Borussia personell nicht zu. Das machten sowohl Blessin als auch Sportdirektor Rouven Schröder schon kurz nach dem umjubelten 3:2-Auswärtssieg in Stuttgart deutlich.
Für reichlich Zündstoff ist dennoch gesorgt: Der Cheftrainer plant Wechsel in der Startformation und macht selbst um die Besetzung des Kastens ein großes Geheimnis. Das berichtet rp-online.de.
Während der Vorbereitung am Tegernsee hatte eine lädierte Schulter Castrop außer Gefecht gesetzt. Erst letzte Woche mischte der Mittelfeldakteur wieder voll bei den Übungseinheiten des Teams mit. Nach seiner Leidenszeit käme ein direktes Startelf-Mandat fast einer Sensation gleich. Wie sieht es bei den anderen Sorgenkindern aus? Weitere Genesene? Selbst Abwehrmann Kevin Diks, welcher beim VfB wegen privater Angelegenheiten aussetzte, fehlt gegen die Badener weiterhin. Sein Trainer kalkuliert erst „morgen oder übermorgen“ wieder mit dem Defensivspezialisten.
Wesentlich rosiger fallen die Prognosen des 53-jährigen Fußballlehrers für das kommende Liga-Heimspiel am Samstag gegen den SC Paderborn aus. Bis dahin dürfte sich die angespannte Lage merklich entspannen: „Bei Isac Lidberg sollte es bis Samstag klappen, auch ein Einsatz von Nicolas Kühn könnte dann ein Thema sein. Zudem trainiert Ko Itakura wieder mit der Mannschaft und wird höchstwahrscheinlich am Samstag im Kader stehen“, gab der Borussen-Trainer zu Protokoll.
Für den Pokalabend muss der Übungsleiter allerdings weiterhin auf neun Akteure verzichten. Obendrein steckt den Jungs die intensive Schlacht vom Wochenende noch spürbar in den Knochen. Jetzt ist das Händchen des Trainers gefragt. „Es geht immer darum, eine Balance zu finden, zwischen Frische und Eingespieltheit. Bei drei Spielen in einer Woche muss man überlegen, welche Wechsel Sinn ergeben. Wir haben einen Drei-Spiele-Plan ausgearbeitet. Das nächste Spiel bleibt aber das Wichtigste“, betonte der Coach unmissverständlich.
Frisches Personal kommt definitiv auf den Rasen. Doch wie radikal fällt der Umbau aus? Hier bleibt der Chefcoach geheimnisvoll: „Aber wie das genau aussieht, ob es eine kleine oder größere Rochade wird – lasst euch überraschen“.
Durchaus denkbar, dass sogar die Stuttgarter Helden, die den Auswärtsdreier mit ihren Buden und Assists erst möglich machten, zunächst auf der Bank schmoren müssen. Stunk innerhalb der Truppe befürchtet der Verantwortliche deswegen keineswegs: „Wichtig ist, offen und ehrlich zu kommunizieren, wie ich als Trainer die englische Woche sehe und was wir in dieser Woche in jedem Spiel brauchen. Wir brauchen jeden Spieler, den wir momentan haben. Deshalb greifen wir zu den bewährten Mitteln und wechseln auch.“
Sogar Shootingstar Wael Mohya, der beim 3:2-Triumph im Schwabenland noch als überragender Akteur glänzte, könnte eine Verschnaufpause verordnet bekommen! Für den Übungsleiter ist das absolut logisch. „Seine Leistung war außergewöhnlich, das ist nicht wegzudiskutieren. Aber er hat es in Stuttgart auch nicht alleine gemacht. Er ist erst 17 und ich glaube, er ist jetzt genug gelobt worden. Wir arbeiten weiter an ihm. Ich mache mir aber keine Sorgen, weil er einen sehr klaren Eindruck macht und sehr geerdet ist“, erläuterte Blessin bezüglich des blutjungen Juwels. (red)