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Manchester United versinkt immer tiefer in der Krise. Gegen Bournemouth kassieren die Red Devils die nächste hohe Pleite. Nach acht Pflichtspielen ohne Sieg wird die Luft für Trainer Michael Carrick immer dünner.
Die Krise bei Manchester United nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Der englische Rekordmeister verlor sein Heimspiel gegen den AFC Bournemouth mit 0:3 (0:2) und wartet damit seit acht Pflichtspielen auf einen Sieg. Für Trainer Michael Carrick könnte die erneute Demütigung heftige Folgen haben.
Bereits in der 38. Minute brachte der Brasilianer Rayan die Gäste in Führung, nur fünf Minuten später erhöhte Marcus Tavernier. Als Evanilson in der 70. Minute zum 3:0 traf, wurde das nächste United-Debakel perfekt.
Die Reaktion auf den Rängen fiel entsprechend deutlich aus. Schon zur Halbzeit quittierten die Fans den Auftritt ihrer Mannschaft im Old Trafford mit Pfiffen. Im weiteren Spielverlauf verließen zahlreiche Anhänger demonstrativ vorzeitig das Stadion.
Nach acht Spieltagen steht United mit lediglich sieben Punkten auf Rang 16 der Premier League – nur einen Zähler vor der Abstiegszone. Es ist der schlechteste Saisonstart des Klubs in der Premier-League-Ära.
Schon vor der Partie stand Carrick massiv unter Druck. Das 1:4 bei Champions-League-Neuling Como unter der Woche hat die ohnehin angespannte Lage weiter verschärft. Nun folgt innerhalb weniger Tage die nächste deutliche Niederlage.
Zusätzlichen Zündstoff liefert der Konflikt mit Kapitän Bruno Fernandes. Der Portugiese kritisiert nach der Pleite in Italien öffentlich die taktische Ausrichtung seines Trainers. Gegen Bournemouth setzt Carrick seinen Kapitän daraufhin zunächst auf die Bank. Die Entscheidung bezeichnet er als rein sportlich.
Bereits vor dem Spiel war klar, dass die Begegnung mit Bournemouth richtungsweisend für Carricks Zukunft sein könnte. Die sportliche Bilanz liefert den Verantwortlichen jedenfalls reichlich Anlass zur Sorge. Nur einen Sieg holt United aus den ersten acht Ligaspielen. Auch international bleibt der Klub weit hinter den Erwartungen zurück.
Ausgerechnet Carrick, der United nach seiner Rückkehr zunächst wieder Hoffnung auf bessere Zeiten gemacht hatte, steht damit vor einer ungewissen Zukunft. Nach dem nächsten Debakel dürfte der Trainerstuhl in Manchester mehr als nur wackeln.