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(Motorsport-Total.com) - Ben Barnicoat gibt offen zu, dass er seine eigene Leistung steigern muss, um beim Saisonfinale der GT-World-Challenge (GTWC) Europe in Portimao (hier im Livestream!) mit seinen Teamkollegen Max Verstappen und Chris Lulham mithalten zu können.
Max Verstappen und Ben Barnicoat teilen sich den Mercedes-AMG GT3 in Portimao Zoom
"Ehrlich gesagt ist es genau so, wie mit jedem normalen GT-Teamkollegen zusammenzuarbeiten. Er ist völlig bodenständig und zieht voll mit, aber er ist extrem talentiert", sagt Barnicoat über die Zusammenarbeit mit dem viermaligen Formel-1-Weltmeister. (FAQ zu Verstappens Start bei der GTWC in Portimao)
"Er ist das Auto seit den 24 Stunden auf dem Nürburgring nicht mehr gefahren, und sprichwörtlich auf seiner ersten Runde gestern denkst du dir nur: 'Wow, okay.' Er braucht wirklich nicht viel Zeit, um auf Touren zu kommen."
Ähnlich voll des Lobes zeigt sich der Brite über den dritten Piloten im Bunde: "Das Gleiche gilt für Chris. Er hatte eine fantastische Saison und ist da draußen bisher richtig schnell unterwegs. Ich glaube, ich muss mein Niveau wirklich steigern, um mit den beiden mithalten zu können."
Der britische Lexus-Werksfahrer aus der IMSA SportsCar Championship wurde kurzfristig nominiert, um das Fahrertrio im Mercedes-AMG GT3 #3 von Verstappen Racing am Autodromo Internacional do Algarve zu komplettieren.
Um den Reifenverschleiß und die Balance für das dreistündige Hauptrennen am Samstagabend zu evaluieren, absolvierte Verstappen im ersten Freien Training am Freitagmorgen einen ausgedehnten 48-minütigen Dauerlauf.
"Er war ziemlich zufrieden damit", erklärt Barnicoat bezüglich des Feedbacks von Verstappen. "Wir müssen das Auto definitiv noch ein bisschen besser hinbekommen. Der Tenor bisher war, dass wir zwar ein sehr schnelles Auto haben, es aber nicht ganz einfach zu fahren ist."
Dass der Mercedes-AMG im ersten Training nur auf dem 20. Platz landete, beunruhigt das Team keineswegs. Am Freitagmorgen wurden mehrere Mercedes-AMG GT3 - darunter auch das Fahrzeug von Verstappen Racing - mit Problemen in der schnellen Schlusskurve des Autodromo Internacional do Algarve gesichtet, wo die Fahrzeuge auf einer Bodenwelle in der Kurvenmitte stark versetzten und teils ausgehebelt wurden.
"Wenn du einen Stint von einer Stunde fahren musst und das Auto nicht einfach zu handhaben ist, rächt sich das irgendwann. Das war der Grundgedanke hinter dem langen Stint: Wir wollten die Dinge etwas fahrbarer machen und uns so gut wie möglich auf morgen vorbereiten, besonders für die Dunkelheit [am Ende des Rennens]", führt Barnicoat weiter aus.
"Heute Morgen war es etwas kühler, was dem entspricht, was uns bei Dunkelheit erwartet. Wir wollten einfach ein gutes Gefühl dafür bekommen, wo wir stehen." (Alle Infos zum GTWC-Finale in Portimao)
Für den 29-Jährigen selbst bedeutet der Einsatz an der Algarveküste eine Rückkehr in den Mercedes-AMG GT3, den er zuletzt Anfang 2025 in der asiatischen Le-Mans-Serie pilotiert hatte. Auch wenn die Umstellung von seinem gewohnten Lexus RC F GT3 auf den AMG leichte Anpassungen erfordert, fühlt sich der Brite im Teamumfeld bestens aufgehoben.
"Es ist kein neues Auto für mich, ich bin den Mercedes schon ein paar Mal gefahren. Aber natürlich bin ich an den Lexus gewöhnt, weshalb es eine kleine Eingewöhnung braucht", sagt er. "Es ist ein etwas anderes Auto, aber bisher läuft es ziemlich gut. Ich habe extrem schnelle Teamkollegen, was super ist, und sie machen einen großartigen Job. So weit, so gut."