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Beim BVB fiel Karim Adeyemi vor allem durch Leistungsschwankungen und Skandale auf. Nach seinem Abgang blüht er auf. Sein Ex-Klub zieht Konsequenzen.
Die Ablösesumme sagte eigentlich alles: Als Karim Adeyemi im vergangenen Sommer für gerade einmal 22 Millionen Euro an fixer Ablöse von Borussia Dortmund zum FC Barcelona wechselte, war es das Ende einer Beziehung, von der sich alle Beteiligten wohl mehr erhofft hatten.
Im Sommer 2022 war Adeyemi noch für 30 Millionen Euro von RB Salzburg zu den "Schwarz-Gelben" gewechselt. Die Summe war damals Ausdruck des Potenzials, das die BVB-Verantwortlichen in dem schnellen Flügelspieler sahen. Ein Potenzial, das Adeyemi jedoch nie konstant verwirklichen konnte. Seine vier Jahre im Ruhrgebiet waren geprägt von Leistungsschwankungen und Skandalen, die im geräuschvollen Abschied im Sommer mündeten. Seit seiner Ankunft in Barcelona blüht Adeyemi jedoch auf. Auch in Dortmund bleibt das nicht unbemerkt – der Bundesligist zieht deshalb sogar Konsequenzen für die Zukunft.
Auf dem Papier lesen sich Adeyemis Zahlen im Dortmund-Trikot solide: In 146 Spielen für den Klub erzielte er immerhin 36 Tore und bereitete 25 weitere Treffer vor. Die Realität auf dem Platz ist allerdings komplexer: Phasenweise lieferte der Flügelspieler zwar überragende Leistungen ab, wie unter anderem bei der 7:1-Gala im Oktober 2024 in der Champions League gegen Celtic Glasgow. Adeyemi steuerte drei Tore bei und wurde zum bis dahin jüngsten deutschen Dreierpacker der "Königsklassen"-Geschichte.
Kontrastiert wurden derartige Leistungen aber auch immer wieder von gänzlich enttäuschenden Auftritten. Nicht umsonst hatte Adeyemi während nahezu seiner gesamten Zeit in Dortmund Probleme, sich konstant für die Startelf zu empfehlen, geschweige denn zu einer Säule der Mannschaft zu werden.
Speziell gegen Ende seiner Zeit in Dortmund fiel er darüber hinaus auch immer wieder mit kleineren und größeren Skandalen auf. So warf Adeyemi im Oktober 2025 nach seiner Auswechslung im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln wutentbrannt eine Wasserflasche gegen die Rückwand der Ersatzbank. Trainer Niko Kovač kritisierte seinen Spieler daraufhin: "Man kann sauer sein, das ist okay, aber das ist unnötig", sagte er über den Flaschenwurf und drohte dem Profi gar mit einer Verbannung auf die Tribüne.
Wirklich daraus gelernt zu haben, schien Adeyemi jedoch nicht. Im Dezember 2025 reagierte er nach einer Auswechselung gegen Borussia Mönchengladbach erneut ungehalten und musste vom damaligen Sportdirektor Sebastian Kehl daran gehindert werden, direkt in die Kabine zu gehen. Kehl war es dann auch, der nach dem Spiel eine Geldstrafe gegen Adeyemi ankündigte, die Medienberichten zufolge im hohen fünfstelligen Bereich gelegen haben soll.