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Nach der 0:1-Niederlage bei Bodö/Glimt ist Borussia Dortmund auch bei Union Berlin nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Die Noten.
Gregor Kobel: Stand sich im eigenen Sechzehner lange die Beine in den Bauch, behielt aber seine Beweglichkeit bei herbstlicher Usseligkeit bei. Tauchte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beim Freistoß von Imeri blitzschnell ab und katapultierte den Ball noch über die Latte. Note 2,5
Nico Schlotterbeck: In Norwegen geschont, bei seinem Ex-Klub wieder in der Startelf. Defensiv fehlerfrei, seine scharfen Diagonalbälle auf die rechte Seite hätten häufiger gespielt werden müssen. Note 3
Waldemar Anton: Nahm sich nach 20 Minuten ein Herz und legte ein Solo-Dribbling auf den Rasen. Sein Kernarbeit erledigte der Abwehrchef gewohnt sicher, lief alle kniffligen Bälle stark ab. Nur um Skarke auszubremsen, war das Bein nicht lang genug (60.). Note 2
Joane Gadou: Das Spiel mit dem Ball bleibt die große Baustelle des Franzosen und ein Sicherheitsrisiko. Vor Unions größter Chance geht sein Ball genau in den Fuß des Gegners (60.). Im Zweikampf gewohnt gut. Note 4
Daniel Svensson: Über seine Seite ging in der ersten Halbzeit in beide Richtungen wenig. Nach der Pause aktiver nach vorne, was dem Spiel guttat. Note 4
Jobe Bellingham: Bemüht, die Räume zu besetzen und Bälle zu fordern. Mehr aber nicht. Fand nie so recht den Zugriff. Note 4,5
Felix Nmecha: Trieb erst nach 28 Minuten den Ball mal nach vorne und das Spiel damit an. Da blieb er am ersten Unioner hängen und fehlte dann in der Restverteidigung. Wurde dann aber mutiger. Sein Steilpass auf Guirassy hätte zum Assist führen können (89.). Note 4
Julian Ryerson: Ihm sah man an, dass er das Spiel unbedingt gewinnen wollte. Kam ein-, zweimal zur Grundlinie, doch der Norweger fand mit seinen Flanken keinen Abnehmer. Note 4
Ethan Nwaneri (bis 62.): Der Karten-Fauxpas von Schiedsrichter Daniel Schlager, der Nwaneri versehentlich Rot zeigte, wird es wohl in jeden Jahresrückblick schaffen. Im Anschluss traf auch der Engländer eher unglückliche Entscheidungen. Der Last-Minute-Transfer ist verständlicherweise noch nicht voll integriert. In der zweiten Halbzeit bis zur Auswechslung etwas agiler. Note 5
Maximilian Beier (bis 62.): Um seine vermeintlich beste Position gab es im Vorfeld der Partie eine große Diskussion. „Zu billig“ sei die These, Beier überzeuge als Schienenspieler nicht, schimpfte BVB-Trainer Niko Kovac. In Köpenick durfte Beier, der gelernte Stürmer, als zweite Spitze ran – und sammelte für eine Versetzung keine Argumente. Seine Bemühungen kann man dem 24-Jährigen nicht absprechen. Note 5
Serhou Guirassy: Mit Felix Uduokhai lieferte er sich heftige Ringkämpfe, in denen er aber der 14. Minute mit Gelb vorbelastet war. Schimpfte des Öfteren auf Schiedsrichter Schlager Bis zur bis dahin einzigen BVB-Chance bekamen ihn die Dortmunder nicht ins Spiel (72.). Note 4,5
Fabio Silva (ab 62.): Seine Energie von der Bank war dringend nötig. Wegen geringer Spielzeit ohne Note.
Konstantinos Karetsas (ab 62./bis 69.): Nach schwachem Startelf-Einsatz in Bodö wieder auf die Bank rotiert. Knickte fünf Minuten nach Einwechslung um. Ganz bitter!
Mathis Albert (ab 69.): Kam für Pechvogel Karetsas. In der Nachspielzeit fiel ihm beinahe der Führungstreffer auf den Kopf. Ohne Note.