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Hallensaison startet holprig: Warum die Meldezahlen immer weniger werden
Die Senioren (im Bild Matthias Zahn) kämpften am vergangenen Wochenende um die ersten LK-Punkte der Hallensaison in Balingen. (Foto: Moschkon)

Am vergangenen Wochenende eröffneten die Senioren mit einem LK-Turnier die Saison in der Balinger Hobbylandhalle. Die Größe der Teilnehmerfelder war überschaubar – und einige Tenniscracks hatten beim ersten Hallenturnier des Winters mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. So musste mancher Favorit ganz überraschend eine unliebsame Niederlage einstecken.

Viel Arbeit für die Favoriten

Bei den Damen 40 dominierten Isabell Vonderschmidt (TSV Altheim) und Jennifer Mantwill-Beyer (TC Seewald). Die topgesetzte Elke Fecker aus Bisingen, die mit Trainingsrückstand antrat, musste zwei Niederlagen einstecken. Bei den Damen 50 gelang nur Elisabeth Pursche (TC Wolfschlugen) die optimale Ausbeute.

Bei den Herren 40 waren mehrere Spieler zweimal erfolgreich, unter anderem auch die Lokalmatadore Tobias Loch (TC Trillfingen) und Turnierneuling Frank Strobel (FC Grosselfingen). Bei den Herren 50 bestätigte der Frommerner Thorsten Waldowski seine Favoritenrolle, zwei Tagessiege errangen aber auch Mario Langer (TC Winterlingen) und der Boller Matthias Zahn. Bei den Herren 60 war Georg Wider (TC Weissenhof) eine Klasse für sich und im kleinen Feld der Herren 65 ragte Achim Leyhausen (TC BW Rottweil) heraus.

Absagen kurz vor der Auslosung

Nur fünf Spieler traten bei den Herren 65 an, jeweils sechs Spielerinnen in den Damenklassen. Neun schlugen bei den Herren 60 auf, elf bei den Herren 50 und das größte Feld gab es mit 15 Spielern bei den Herren 40. Dabei hatte es – wie so oft – im Vorfeld zahlenmäßig noch besser ausgesehen. „Zwei Tage vor der Auslosung hatte ich ungefähr 30 Meldungen zu viel gehabt“, verrät der Turnierverantwortliche Charly Kommer: „Und dann ging es los mit vereinzelten Absagen. Und ganz schlimm wird es dann nach Meldeschluss.“

Das liege auch an den Vorgaben des württembergischen Verbands. Meldeschluss ist meist am Vortag der Auslosung um 23.59 Uhr. „Die Auslosung darf ich aber frühestens um 9 Uhr machen“, erklärt Kommer: „Und dann geht es los. Um acht Uhr sagt die Nummer eins von der Setzliste ab. Alle hängen zu dem Zeitpunkt am Computer. Zwei Minuten später sagt die Nummer zwei ab - und so geht es weiter bis eine Minute vor der Auslosung.“

Das ärgert nicht nur die Organisatoren. „Wir haben es am Rande des Turniers am Wochenende auch wieder lang diskutiert. Der Verband muss das System ändern“, fordert Kommer. „Es gibt schon viele Verbände, die den Meldeschluss um 9 Uhr erlauben und um 9.15 Uhr ist schon die Auslosung. Da hat man dann gar nicht die Möglichkeit groß herumzujonglieren.“ Außerdem schlägt er den Absage-Vorgang wie im internationalen Bereich vor. „Wer zu spät noch absagt, sollte zumindest noch das Nenngeld zahlen müssen“, fordert der Funktionär.

Turnierlizenz verringert die Zahlen

Kommer ärgert sich über so manche WTB-Vorgabe, darunter auch die Turnierlizenz. Die sorgt insbesondere im Nachwuchsbereich für geringere Zahlen. „Die U12 war früher die Klasse, wo wir uns vor Anmeldungen gar nicht retten konnten“, erinnert sich Kommer. „Seit zwei Jahren muss jeder, der ein Turnier spielt, eine Turnierlizenz für 20 Euro kaufen. Das machen viele Eltern nicht für ihre Kinder, die noch nie ein Turnier gespielt haben und es vielleicht einfach mal probieren wollen.“

Ähnlich sieht es bei vielen älteren Spielern aus, die im Seniorenbereich vor der Einführung der Turnierlizenz noch ein- oder zweimal im Jahr im Wettbewerb aufschlugen. „Die sagen, dafür zahlen sie das nicht. Und da gebe ich ihnen vollkommen recht“, so Kommer.

Senioren nicht beim Doppelturnier

Doch der Turnierreigen geht weiter, am Sonntag wartet ein Doppelturnier in Balingen. Bei den Aktiven wurde das Format angenommen und es konnten nicht alle Nennungen berücksichtigt werden. Der Wettbewerb bei den Senioren musste hingegen komplett gestrichen werden. „Als wir es letztes Jahr geplant haben, waren alle begeistert“, erinnert sich Kommer. „Aber jetzt zeigt sich, dass nicht alle in der Lage sind, einen passenden Doppelpartner zu finden.“ Das betreffe besonders die stärkeren Spieler. „Da denken viele, sie müssten einen besseren Partner finden, einen etwas schwächeren wollen die gar nicht.“

Eine Entwicklung, die Kommer nicht gefällt. „Früher war man aus Spaß an der Freude dabei. Da wollte man spielen – und wenn man dann noch ein paar Punkte geholt hat, war das super. Sonst hat man einfach gespielt und ist später noch zusammengesessen. Das fehlt ein bisschen.“ Auch weil die Teilnehmerzahlen einfach immer weniger werden.

Premiere für einige Doppelpaarungen

Topgesetzt im Doppelturnier der Damen ist die Paarung Leilanie Frisch (TC Hechingen) und Mia Ivanic (TC RW Spaichingen). Sie bekommen starke Konkurrenz aus Herrenberg und Tübingen, mit guten Außenseiterchancen aufwarten können auch Elke Fecker und Andrea Schnell aus Bisingen, sowie Sarah Krauss und Solveig Röhrich aus Hechingen.

Prognosen bei den Herren sind im großen Feld mit 22 Paarungen schwierig. Die Setzliste wird angeführt von Jannik Seifried (TG Ebingen) und Elias Haiß (TC Ostdorf). Sehr stark einzuschätzen sind auch die erfahrenen Patrick Dolezych und Scott Wagner (TC Ostdorf). Dazu kommen unter anderem die Routiniers aus Hechingen, Niklas Schilling mit Fabian Krauss, sowie die neue Kombination Pascal Bachmann (TC Dettingen) und Lukas Polich (TC Ostdorf).

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