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Kimi Antonelli steht kurz vor seinem ersten Weltmeistertitel in der Formel 1. Der junge Italiener führt die Fahrerwertung mit 102 Punkten Vorsprung auf seinen Mercedes-Teamkollegen George Russell an. Ob der Titel bereits am Wochenende in Austin vergeben wird, ist jedoch offen.
Zwar ist Antonelli nicht mehr so dominant wie in der ersten Saisonhälfte, doch er steht unangefochten an der Spitze. Sein Mercedes-Kollege George Russell konnte die letzten beiden Rennen für sich entscheiden. In der Gesamtwertung trennen Russell auf Platz zwei und Lando Norris auf Platz sechs der Fahrerwertung nur 37 Punkte.
Antonelli hat hingegen 102 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen. Max Verstappen stellt in der Gesamtwertung schon länger keine reelle Bedrohung mehr dar.
In der laufenden Saison werden noch sechs Rennen ausgetragen. Da es keine Sprint-Rennen mehr gibt, sind nur noch 150 Punkte zu vergeben. Die letzten beiden Rennen, vom 4. bis 6. Dezember 2026 auf dem Yas Marina Circuit, stehen aufgrund der Krise im Nahen Osten auf der Kippe. Aktuell geht die Tendenz in Richtung einer Absage.
In diesem Fall stünde die Strecke in Imola als Ersatz bereit, ein Rennen würde wegfallen. Das ändert die Konstellation zu Gunsten von Antonelli: Hat er nach dem Grand Prix in Austin mehr als 100 Punkte Vorsprung und würden die Rennen danach offiziell abgesagt werden, stünde er ohne eigenes Zutun als Weltmeister fest.
Nein, sollte Antonelli in Austin gewinnen, würde er seinen Vorsprung auf mindestens 109 Punkte ausbauen. Das reicht nicht für den vorzeitigen Weltmeistertitel, weil er dafür mindestens 125 Zähler Vorsprung bräuchte. Der Youngster ist also auf Schützenhilfe angewiesen.
Sollte Antonelli in Austin gewinnen, dürfte George Russell im besten Falle neunter und Lewis Hamilton im besten Falle fünfter werden. Die Rennergebnisse von Verstappen, Leclerc und Norris wären irrelevant. In diesem Szenario ist ein vorzeitiger Titelgewinn ausgeschlossen, weil er den Vorsprung auf Russell maximal auf 120 Zähler ausbauen könnte.
Nein, das ist nicht mehr möglich. Michael Schumacher konnte sich den WM-Titel im Jahr 2002 bereits nach elf von 17 Rennwochenenden sichern. Damit waren noch sechs Rennen zu fahren. Bei Antonelli wären es im Idealfall nur fünf Rennen. Damit würde er die Marke von Max Verstappen aus dem Jahr 2023 egalisieren.
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