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Die Vorkommnisse beim 5:2-Erfolg des FC Barcelona im LaLiga-Spitzenspiel gegen Betis Sevilla am Samstagabend schlagen hohe Wellen. Betis-Trainer Manuel Pellegrini fühlte sich anschließend offen benachteiligt.
Gleich mehrere umstrittene Szenen erhitzten das Gemüt des Chilenen. Allen voran die Rote Karte gegen seinen Schützling Facundo Bernal beim Stand von 2:3 in der 54. Minute. Dessen Platzverweis wurde von Barca-Star Lamine Yamal provoziert und für Pellegrini war dies eine von mehreren "unverständlichen und unerklärlichen Entscheidungen" gegen die Andalusier.
Ausgangspunkt der mitentscheidenden Szene war Yamals im Mittelfeld am Boden sitzender Mitspieler Fermin Lopez. Bernal forderte diesen auf, aufzustehen, ehe Yamal sich einmischte und den Nationalspieler Uruguays wegschubste. Bernal ließ sich provozieren, deutete eine Kopfnuss an und gab Yamal damit die Gelegenheit, theatralisch zu Boden zu sinken.
Schiedsrichter Ricardo de Burgos zeigte Bernal die Rote Karte, Yamal kam mit Gelb davon. Der Weltmeister quittierte das offen mit einem Lächeln. Angesichts dieser Entscheidung beschlich Pellegrini "ein Gefühl der Ohnmacht". Er schimpfte weiter: "Der Platzverweis war eine Provokation von Lamine Yamal. Anstatt beide zu ermahnen, wurden wir immer benachteiligt. Es gibt keinen Grund, bei all diesen Aktionen genau diese zwei Maßstäbe anzulegen."
Bereits zuvor hatte sich Betis benachteiligt gefühlt: De Burgos verweigerte einem absoluten Traumtor Giovani Lo Celsos die Anerkennung, weil es im Vorfeld ein Handspiel von Cucho Hernandez gegeben hatte. Pellegrini schimpfte auch hier wegen unterschiedlicher Maßstäbe: "Wir wurden in Unterzahl gebracht und ein Tor wurde aberkannt. Das war absurd. Die Hand hatte keinerlei Einfluss auf das Tor. Beim dritten Tor hatte Fermin den Fuß auf Kopfhöhe eingesetzt, und der VAR hat das nicht überprüft." Das 2:5 habe "nicht widergespiegelt, wie das Spiel tatsächlich verlief", konstatierte er.
Für das glänzend gestartete Sevilla bedeutete die Pleite die zweite Niederlage der Saison. Der Rückstand auf Spitzenreiter Barca beträgt nun acht Punkte. Pellegrini ärgerte sich: "Das ist eine Schande. Es war ein enges Spiel, bis es diese Vorfälle gab, die es aus der Balance geworfen haben. Ganz besonders der Platzverweis."