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Traumtor aus 30 Metern, eine Vorlage und eine Szene mit explosiven Folgen: Lamine Yamal drückt Barcelonas 5:2-Gala gegen Betis Sevilla seinen Stempel auf. Doch nach dem Schlusspfiff redet kaum jemand nur über seine Fußballkunst. Betis-Coach Manuel Pellegrini schäumt – und wirft dem Barça-Superstar eine Provokation vor, die in einer Roten Karte gipfelte.
Was für ein Auftritt: Lamine Yamal erwischte gegen Betis einen Traumabend und brachte die Fans schon früh zum Staunen. Nach gerade einmal zehn Minuten fasste sich der 19-Jährige aus rund 30 Metern ein Herz und zirkelte den Ball traumhaft ins Kreuzeck. Ein Treffer der Extraklasse – und der nächste Beweis, warum das Barça-Juwel derzeit für so viel Aufsehen sorgt.
Doch der spektakulärste Moment kam nach der Pause. Beim Stand von 3:2 für Barcelona gerieten Yamal und Betis-Profi Facundo Bernal aneinander. Vorausgegangen war eine Szene um Fermín López, in der die Gemüter hochkochten. Yamal eilte dazu und schubste Bernal weg. Der Betis-Spieler reagierte mit zwei leichten Kopfstößen gegen den Barça-Star. Yamal ging dramatisch zu Boden – Schiedsrichter und VAR griffen ein, Bernal sah Rot.
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Für Betis-Trainer Manuel Pellegrini war die Entscheidung ein rotes Tuch. "Der Platzverweis war eine Provokation von Lamine Yamal", wetterte der Coach nach der Partie bei DAZN. Er kritisierte, dass die Verantwortlichen nicht beide Spieler gleichermaßen zur Rechenschaft gezogen hätten. Auch Yamals Lächeln nach dem Platzverweis sorgte bei den Gegnern für zusätzlichen Ärger.
Doch damit war Pellegrinis Wut noch lange nicht verraucht. Der Betis-Trainer haderte auch mit einem aberkannten Treffer von Giovani Lo Celso kurz vor der Pause. Ein Handspiel von Cucho Hernández im Vorfeld führte dazu, dass das Tor nicht zählte. Zudem bemängelte Pellegrini, dass ein möglicher hoher Fuß von Fermín López vor einem weiteren Barça-Treffer nicht ausreichend überprüft worden sei.
Auch mehrere Betis-Spieler gingen mit den Entscheidungen hart ins Gericht. Héctor Bellerín räumte allerdings ein, dass sich seine Mannschaft den Platzverweis nicht hätte leisten dürfen. Denn nach Bernals Ausschluss kippte die Partie endgültig.
In Überzahl übernahm Barcelona immer stärker die Kontrolle und machte den 5:2-Erfolg perfekt. Betis hielt lange dagegen, konnte dem Druck der Katalanen am Ende aber nicht mehr standhalten. Die Mannschaft von Hansi Flick bleibt damit nach neun Ligaspielen und eine Woche vor dem heißen Clasico gegen Real Madrid ohne Punktverlust und behauptet ihre starke Position an der Tabellenspitze.
Für Yamal war es der nächste Gala-Auftritt einer bislang überragenden Saison. Der Spanier kommt in der Liga bereits auf acht Treffer. Wettbewerbsübergreifend stehen nach zehn Pflichtspielen acht Tore und neun Vorlagen zu Buche. Passender könnte der Zeitpunkt kaum sein: Vor der Ballon-d’Or-Verleihung am 26. Oktober liefert das Barça-Juwel kräftige Argumente für sich. Doch gegen Betis zeigte sich auch die andere Seite des Hypes: Yamal begeistert mit magischen Momenten – und sorgt mit seinem Auftreten für jede Menge Zündstoff.