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Der FC Liverpool hat sich nach der 0:3-Klatsche in der Premier League gegen Manchester City mit einem Schützenfest in der Champions League zurückgemeldet und dabei einen Rekord aufgestellt. Ein Sonderlob gab es unter anderem für Florian Wirtz.
Am Mittwochabend zerlegten die Reds auswärts den Linzer ASK mit 6:3 und feierten ihren zweiten Sieg im zweiten Spiel in der Königsklasse in dieser Saison. Zwei Sorgenkinder der vergangenen Wochen trumpften dabei groß auf: Bradley Barcola schnürte einen Dreierpack und Florian Wirtz glänzte mit einer starken Leistung sowie einem sehenswerten Assist.
"Ich freue mich sehr für Bradley", sagte LFC-Coach Andoni Iraola anschließend auf der Pressekonferenz. "Gestern hab Ihr mich darauf angesprochen, dass die Zahlen bei ihm noch nicht stimmen. Genau wie bei Florian. Ich glaube, die beiden haben heute richtig, richtig gut gespielt und den Unterschied gemacht." Sein Fazit: "Ich freue mich für beide."
Ganz anders als im verkorksten Duell mit City am Wochenende rollte die Liverpooler Angriffsmaschinerie in Linz wie geschmiert. In der ersten Halbzeit fanden die Österreicher kaum ein Gegenmittel und zur Pause stand es bereits 0:3. Das Ergebnis hätte sogar noch deutlich höher ausfallen können, hätten die Reds ihre zahlreichen Chancen noch konsequenter verwertet.
Satte 19 Torschüsse gab Liverpool allein in Durchgang eins ab. Das gelang seit Beginn der Datenaufzeichnung in der Champions League in der Saison 2003/04 noch keiner anderen Auswärtsmannschaft. Auch für Barcola gab es einen Rekord zu feiern: Drei Tore in einem Spiel im Dress des englischen Spitzenklubs schaffte zuvor noch kein Franzose.
Iraola dürfte hoffen, dass nun der Knoten bei seinem Star-Einkauf des vergangenen Sommers geplatzt ist. Barcola, der für 125 Millionen Euro Sockelablöse von PSG an die Anfield Road gewechselt war, war in seinen ersten sechs Einsätzen für Liverpool ohne Scorerpunkt geblieben. Auch deswegen gab es bereits erste leise Kritik an den Leistungen des Flügelstürmers.
Für seinen Coach war Barcola am Mittwochabend aber nicht nur wegen seiner drei Treffer überragend. Der Linksaußen sei "eine ständige Gefahr" gewesen, so Iraola: "Im Eins-gegen-Eins und mit seinen Läufen hinter die Abwehr. Er hat immer wieder die Räume zwischen den Linien gefunden. Das hat uns geholfen, das Spiel zu kontrollieren."
Völlig überraschend kam die Tor-Explosion aber nicht, verriet Iraola: "Schon gestern im Training wirkte er auf mich sehr spritzig. Manchmal hat man einfach dieses gewisse Gefühl. Natürlich weiß man nie, wie jemand am nächsten Tag spielen wird. Aber eine große Überraschung war es nicht, denn wir haben gespürt, dass er richtig gut drauf ist."
Liverpool belegt in der Tabelle der Champions League den fünften Platz und hat nun ein Heimspiel gegen den FC Villarreal vor der Brust. Zuvor steht aber noch in der Liga das schwierige Auswärtsspiel beim noch unbesiegten FC Brentford auf dem Programm.