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Manuel Neuer war gerade erst zurückgekommen - nun ist er wieder verletzt. Die Krankenakte wird länger. Schon seine Worte unter der Woche hatten nichts Gutes verheißen lassen.
Manuel Neuer war gerade erst zurückgekommen - nun ist er wieder verletzt. Die Krankenakte wird länger. Schon seine Worte unter der Woche hatten nichts Gutes verheißen lassen.
). In seiner Karriere hat Manuel Neuer schon mehr Spiele verpasst als beispielsweise Harry Kane für den FC Bayern absolviert hat . Nach den Geschehnissen am Samstagnachmittag darf man zudem damit rechnen, dass beim 40 Jahre alten Torhüter weitere Absenzen in die Krankenakte aufgenommen werden müssen. In diesem Kalenderjahr war es bereits das vierte Mal, dass Neuer während einer Partie vom Feld musste.
Wie schon gegen Bremen , Gladbach und Köln kam Jonas Urbig für ihn ins Spiel.hartnäckige Probleme an der linken Wade , sind es in dieser Spielzeit Beschwerden am rechten Fuß.
Vor vier Jahren hatte Neuer sich an derselben Seite einen komplizierten Unterschenkelbruch zugezogen. Ende Oktober dieses Jahres verkündete der FC Bayern,„Nur“ vier Spiele verpasste der 40-Jährige, bevor er am Dienstag in der Champions League gegen Atlético Madrid sein Comeback zwischen den Pfosten feierte. Kam er jetzt zu früh zurück? Die Frage stand nach der erneuten Verletzung gegen Mainz zumindest im Raum.
„Ich habe jeden Tag Schmerzen beim Gehen gehabt. Und wenn ich morgens aufgestanden bin, heute Morgen auch, habe ich auch wieder Schmerzen beim Gehen gehabt“, verriet der Torhüter nach der Partie bei. Er menschelt eben. Auch an Manuel Neuer geht das gehobene Sportleralter nicht vorbei.
Ob ihn muskuläre Probleme wie in der letzten Saison oder die derzeitige Sehnenreizung in jungen Jahren ebenso lange zurückgeworfen hätte? Doch trotz der Schmerzen im Alltag stand Neuer auch am Samstag wieder auf dem Platz, bevor es in Mainz den nächsten Rückschlag setzte. In der 40. Minute kam er nach einer Freistoß-Flanke der Mainzer aus seinem Kasten, um den Ball aus der Gefahrenzone zu klären.
Aufgrund eines Missverständnisses mit Jonathan Tah flog Neuer allerdings vorbei – und Mainz feierte den vermeintlichen Ausgleichstreffer durch Jae-Sung Lee. Kimmichs Vermutung: „Dann ist es leider etwas Ernsthaftes“ Schließlich half auch eine mehrminütige Behandlungspause, bei der sich Neuer auch seinen rechten Schuh ausgezogen hatte und barfuß auf dem Rasen sitzend betreut wurde, nichts: Der Keeper musste vom Platz – wieder einmal.
Und wenn man seinem langjährigen Teamkollegen Joshua Kimmich Glauben schenkt, geht der 40-Jährige wirklich nur vom Feld, wenn es nicht anders geht.
„Manuel gibt Schmerzen ohnehin nicht so zu. Wenn er dann mal rausgeht, ist es leider wahrscheinlich etwas Ernsthaftes“, sagte der Spielmacher nach Abpfiff beiObwohl man zunächst die Untersuchung am Samstagabend abwarten müsse, hatte Kimmich kein gutes Gefühl bei der Sache.
„Für uns wäre es natürlich extrem bitter, wenn er jetzt schon wieder ausfallen würde. Es sieht auch nicht danach aus, dass er schon nach einer Woche wieder trainieren kann“, vermutete der Torschütze zum 1:0. Was Neuer entgegenkommt: Durch die Länderspielpause bleiben ihm 13 Tage bis zum nächsten Spiel mit den Bayern am Freitagabend gegen Köln .
Wie ernst es diesmal ist, darüber kann nur spekuliert werden. Bayerns Sportvorstand Max Eberl bestätigte nach der Partie, dass „es das ist, was schon vorher am Fuß war. Das ist jetzt wieder aufgetreten. Er war ja schon vor zehn Tagen mal raus.
Unterm Fuß ist wohl mit der Sehne irgendwas, und das ist jetzt wohl wieder ein bisschen schmerzhafter gewesen“, sagte der 53-Jährige. Sollte Neuer bis zur kommenden Partie wieder einsatzfähig sein, könnte sich der deutsche Rekordmeister auch proaktiv gegen eine schnelle Rückkehr entscheiden.
Schließlich kommen die wirklich wichtigen Spiele der Saison voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr.sollte Neuer seine Karriere wie angedeutet im Sommer beenden. In Sachen Einsätze sind die beiden Schlussmänner in dieser Spielzeit fast gleichauf. Urbig hat mit wettbewerbsübergreifend acht Spielen nur eins weniger absolviert als Neuer. In der vergangenen Saison fiel diese Statistik noch deutlicher zu Neuers Vorteil aus .
Wenn Urbig seinen Mentor in den kommenden Wochen überholt, wäre das alles andere als eine Überraschung. Doch an der Säbener Straße dürfte eine größere Rolle spielen, wie man je nach Ausfalldauer mit einem baldigen Comeback von Neuer umgeht.